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Die Buffet- Bestauner

Daniel Schauff
Daniel Schauff FOTO: Peggy Kompalla (LR-COS-RED-101)
Übrigens. Freuen Sie sich auch so aufs Frühstück im Hotel, wenn Sie denn mal dort sind? Frische Brötchen, 7000 Marmeladensorten, Eier gerührt, gekocht, gespiegelt, Joghurt, Obst, Kaffee in rauen Mengen – alles da, was man für einen guten Start in den Tag und zu enge Hosen braucht. Es gibt allerdings Hotelgäste, die ein solches Frühstücksbuffet eher wie ein Ausstellungsstück im Museum oder ein atemberaubendes Gebäude in der Zielstadt des Urlaubs behandeln und gemütlich schlendernd die gesamten 200 Buffetmeter abschreiten, ohne sich irgendetwas auf den Teller zu laden. Daniel Schauff

Das ist lustig, wenn man bereits am Buffet war, aber unglaublich nervig, wenn man hinter den Brötchen-Touristen eigentlich nur an den frischen Obstsalat will. Da steckt der atemberaubte Hotelgast zuerst einmal seine Nase ganz tief in die Apfel- und Birnenstücke, bevor er entscheidet, ebendiese nicht zu nehmen. Bei der Suche nach dem richtigen Kaffee bleibt kein Kommentar zu den Sorten aus - "Aha, Crema. Aha, Latte. Aha, Macchiato!" - Nichts davon richtig ausgesprochen übrigens. 30 Minuten hat's gedauert, bis mein Kaffee in meiner Tasse war. Aber ich bin mir sicher, dass die Buffetbestauner nach der Rückkehr eine Menge zu erzählen haben - und die Diaschau mit Birnen, Äpfel, Brot und Latte Maschiato ein Hit bei allen Nachbarn wird.