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Die Arbeit an einem Kunstwerk dauert mitunter ein ganzes Jahr

Karla Kümmig (links) von der Volkshochschule Hoyerswerda und Ausstellerin Monika Schumann.
Karla Kümmig (links) von der Volkshochschule Hoyerswerda und Ausstellerin Monika Schumann. FOTO: mat1
Spremberg. Mehr als 350 Besucher drängten sich in der vergangenen Woche im Foyer des Kraftwerkes Schwarze Pumpe. Grund für die Gästeschar war wohl die große Gemeinschaftsausstellung unter dem Motto "Mit Strich und Faden", gestaltet durch die Mitglieder des Patchwork-Kurses der Volkshochschule Hoyerswerda und die Künstlerin Monika Schumann aus Bergen. mat1

Denn schon 15 Frauen unter Leitung von Monika Selke gehörten zur Patchwork-Familie, die ihre Kunstwerke präsentierten und Lebensfreude ausstrahlen. Seit sechs Jahren führt die Sprembergerin Monika Selke diesen Kurs in Hoyerswerda: "Unsere Frauen können sich freie Entwürfe ausdenken und dann ihre Freude im Rahmen der Patchworkarbeiten ausleben. Zum Teil kann die Arbeit an einem Kunstwerk bis zu einem Jahr dauern. 20 Arbeiten sind in dieser Präsentation im Kraftwerk zu sehen."

Monika Schumann ist seit dem Jahr 2001 Dozentin für Malerei an der Volkshochschule Hoyerswerda und fügt dieser Ausstellung mit ihren Bildern, in denen oft ein pointierter Zeichenstrich mit der Rohrfeder dominiert, eine fantasievolle Komponente hinzu. Sie verweist auf Sehnsuchtsorte in fernen Ländern, zeigt sich aber zugleich als aufmerksame Beobachterin des Lausitzer Alltags, den sie in "Nachbars Katzen" ebenso entdeckt wie in der Wäsche, die auf der Leine im Wind flattert. Zum Schmunzeln laden auch ihre Bilder "Fröhliche Frauen" ein. Freude beim Gestalten von Patchworkarbeiten hat Monika Selke jederzeit. So lädt sie in der Spremberger Volkshochschule derzeit zu einem Aufbaukurs ein, in dem sie Tipps vermitteln wird. Das nächste Treffen ist am 5. Mai.

"Kunst nach Strich und Faden in Schwarze Pumpe" gibt es noch bis zum 31. August 2015 in der Galerie des Kraftwerkes in Schwarze Pumpe zu sehen.