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| 02:34 Uhr

Derby-Fieber in Cottbus

Cottbus/Spremberg. Das Beste kommt zum Schluss. Diesem Motto frönen am Samstag (18 Uhr) die Volleyball-Herren von Energie Cottbus und Asahi Spremberg. Zwölf Zähler trennen beide Teams in der Tabelle. Das Hinspiel aber gewann Spremberg.

Am letzten Spieltag der Volleyball-Regionalliga wird es für die beiden Lausitzer Herren-Mannschaften noch einmal so richtig spannend. Dabei geht es aber weniger um Platzierungen. Denn der SV Energie Cottbus kann bei seiner bislang besten Saison vom 2. Platz hinter dem neuen Meister USC Magdeburg nicht mehr verdrängt werden und Vorjahresvize KSC Asahi Spremberg hat vor zwei Wochen nach einer schwierigen Spielzeit den Klassenerhalt perfekt gemacht, kann mit einem Erfolg am Wochenende maximal noch auf Rang vier vorrücken.

Es geht bei diesem Vergleich der langjährigen Rivalen vielmehr um den nicht ganz ernst zu nehmenden, aber auch nicht unerheblichen Prestigetitel der besten Lausitzer Volleyballmannschaft. Beide Teams kennen sich aus vielen vorangegangenen Vergleichen bestens und fiebern diesem Derby entgegen. "Die Halle wird sicher gerappelt voll", freut sich Cottbus-Trainer Javor Takev auf das Spiel am Samstag. Der Startschuss für die brisante Auseinandersetzung ertönt um 18 Uhr im Sporthallenkomplex Poznaner Straße. "Nach unserer 2:3-Niederlage aus dem Hinspiel haben die Spieler noch etwas gut zu machen", legt Takev nach. In Spremberg nämlich hatten die Seinen eine 2:0-Satz-Führung noch hergegeben und im Tie-Break das Nachsehen.

Zum Spiel haben sich als Zuschauer auch einige Ehemalige des Vereins angekündigt. Unter anderem wollen René Andörfer (zuletzt VC Dresden, 1. Bundesliga) und Paul Boock, der mit der TSGL Schöneiche in der 2. und 3. Liga spielte, gemeinsam mit ihren früheren Mannschaftskollegen das hervorragende Abschneiden in der zu Ende gehenden Saison feiern.

Asahi Spremberg dagegen konnte die gute Platzierung des Vorjahres zwar nicht wiederholen, angesichts der Personalengpässe während der Saison ist man aber auch hier durchaus zufrieden mit dem Erreichten. Trainer Ronny Mellack werden voraussichtlich bis auf Zuspieler Carlo Emanuel alle Spieler zur Verfügung stehen und nach dem Erfolg gegen Rotation Prenzlauer Berg aus der Vorwoche fährt das Team mit breiter Brust nach Cottbus. Dabei hofft Asahi wieder auf die Unterstützung zahlreicher Fans im nahen Cottbus. Schließlich waren die letzten Duelle, auch Dank der für Volleyballverhältnisse großen Zuschauerkulisse, ein Highlight in der Region.

Unterdessen sind die anderen Teams des SV Energie Cottbus ebenfalls auf die Ziellinie eingebogen. Am vergangenen Wochenende machte die dritte Damenvertretung in einem Herzschlagfinale den Staffelsieg in der Landesliga perfekt, der zum Aufstieg in die Brandenburg-Liga, der höchsten Spielklasse des Landes, berechtigt. Die junge zweite Damenmannschaft erreichte mit ansprechenden Leistungen zum Saisonende doch noch das rettende Ufer und konnte den Platz in der Landesliga halten. Auch die erfahrenen Frauen der fünften Vertretung können nur noch rechnerisch vom Platz an der Sonne in der Landesklasse verdrängt werden. Bei noch zwei ausstehenden Spielen und sechs Zählern Vorsprung kann der Sekt schon mal kaltgestellt werden.

Lediglich die zweite Herrenvertretung, bei der einige Spieler beruflich bedingt Cottbus verlassen werden, wird den bitteren Gang in die Landesklasse gehen müssen. Der Abstieg nach drei Jahren Zugehörigkeit in der Landesliga ist am letzten Spieltag in eigener Halle (Samstag, 13 Uhr) nicht mehr zu verhindern.

Der Vereinsvorsitzende Rainer Moldenhauer hat unterdessen für kommenden Montag die Trainer und Übungsleiter zusammengerufen, um die Weichen für die neue Spielzeit zu stellen. Denn viel Zeit bleibt den Verantwortlichen nicht, um die Teams für die neue Saison zusammenzustellen. Gesucht wird in nahezu allen Teams nach Verstärkung, um weiter erfolgreich ins Rennen zu gehen. Diesem aber wird man sich erst zuwenden, wenn das Derby-Fieber auskuriert ist.