"Wer soll das Grab denn pflegen? Die Kinder sind doch alle weg." Für Erd- und Urnenbestattungen sind die Ruhezeiten auf 20 Jahre festgesetzt. Der Wunsch der Frau würde bedeuten, dass auf dem Terper Friedhof ein neues Gräberfeld erschlossen werden müsste, sagt Doritha Drews, Sachgebietsleiterin Grünwesen/Friedhofsverwaltung. Sie verweist darauf, dass diese neue Fläche über einen langen Zeitraum nicht belegt wäre und eines intensiven Pflegeaufwandes bedürfe. Während auf dem Waldfriedhof Spremberg alternative Bestattungsformen möglich wären, seien die in Terpe auf Erd- und Urnenbestattungen beschränkt. Im vergangenen Jahr gab es keine Bestattungen auf dem Terper Friedhof, einem der größten der elf Ortsteile. Im Jahr zuvor waren es eine Erd- und zwei Urnenbestattungen und im Jahr 2007 drei Urnenbestattungen. Wie Doritha Drews erklärt, seien derzeit nur etwa zehn Prozent der belegungsfähigen Fläche tatsächlich belegt. Dies werde sich auch in den nächsten Jahren nicht ändern. "Wir stehen in der Pflicht, die Friedhofsflächen auszulasten, um von den Kosten herunterzukommen", sagt Doritha Drews. Dies könnte über Flächenreduzierungen erreicht werden. Der Friedhof sei eine kostendeckende Einrichtung, die sich über die Umlage aller Friedhofsnutzer finanziere. Dies gelte auch für die Nutzung der Trauerhalle. In der Terpschen würden 20 Personen sitzen können, schätzt Doritha Drews und veranschlagt die Kosten auf 72,92 Euro. Natürlich könne die Trauergemeinde aus Terpe die weitaus preisgünstigere Trauerhalle auf dem Waldfriedhof nutzen. Sie hätte eine Kapazität von 80 Sitzplätzen und koste 35,28 Euro, inklusive Ausstattung und Tontechnik. kg