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| 02:39 Uhr

Der verwirrte Schwan vor Weskow war verletzt

Ein Schwan hat zwei Stunden lang für Aufregung vorm Ortseingang von Weskow gesorgt.
Ein Schwan hat zwei Stunden lang für Aufregung vorm Ortseingang von Weskow gesorgt. FOTO: Martina Arlt/mat1
Spremberg. (ani) Für große Aufregung hat am Montagvormittag ein verhaltensauffälliger Schwan zwischen Spremberg und Weskow gesorgt. Etwa 200 Meter vorm Ortseingang Weskow soll er kurz nach 9 Uhr orientierungslos auf und an der Straße entlanggelaufen sein. Annett Igel-Allzeit

Die Bagenzerin Heike Henschel hielt an, versuchte das Tier in Sicherheit zu bringen, bat die Polizei um Hilfe. Doch die Rettungsaktion endete traurig. Wie Dr. Helfried Kröber, stellvertretender Amtstierarzt im Spree-Neiße-Kreis, gestern Nachmittag mitteilte, musst doch noch der für diesen Bereich zuständige Jäger gerufen werden, damit er das Tier von seinen Leiden erlöst. "Vermutlich war es nur ein Unfall. Der Schwan kann mit einem Hochspannungsmast oder mit einem Auto kollidiert sein und sich dabei verletzt haben. Aber um sicher zu gehen, werden wir ihn jetzt auf den Vogelgrippevirus untersuchen lassen", sagt Helfried Kröber.

Mit einer Reihe weiterer Vögel - mehrere verendete Enten und Bussarde sind dabei, die am Wochenende gefunden worden - wird der Schwan am heutigen Dienstag von einem Kurier zum Labor in Frankfurt (Oder) gefahren. "Ende der Woche rechnen wir mit einem Ergebnis. Das Labor in Frankfurt hat derzeit viel zu tun", so Helfried Kröber.

In Weskow beginnt seit dem Fund einer toten Stockente an der Vorstaumauer bereits seit Anfang Februar der Geflügelpest-Sperrbezirk, mitten in Spremberg beginnt das Beobachtungsgebiet. Die Stallpflicht für Geflügel bleibt bestehen, so Helfried Kröber. Und Hunde dürfen nur angeleint im Sperrgebiet frische Luft schnappen, sodass die Hundehalter merken, wenn ihr Tier auf einen toten Vogel stößt.