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Der Startschuss im Kochsagrund fällt um 12 Uhr

Spremberg. Die Wasserwacht Spremberg, Ortsgruppe des DRK Niederlausitz, bereitet seit Wochen das 21. 24-Stunden-Schwimmen im Freibad Kochsagrund vor. Annett Igel-Allzeit

Heute punkt um 12 Uhr lässt sich Peter Reininger, der Cheforganisator, wieder einmal den Startschuss nicht nehmen - und dann schwimmen sie und kämpfen und frieren und zählen.

Nicole Pietkiewicz wird wohl die erste Spremberger Spreenixe sein, die in ihrer Amtszeit drei 24-Stunden-Schwimmen eröffnet hat. "Das ist schön, denn ich schwimme wirklich gern", hat sie in ihrer Vorfreude verraten. Und Peter Reininger erwartet zum "24-h-arena-Schwimmen", wie es ganz korrekt heißt, noch mehr Prominenz. "Gegen 13.30 Uhr hat sich für Samstag Ministerpräsident Dietmar Woidke bei uns angemeldet. Er will den Spremberger Wasserwachtlern zur Unterstützung der Kinder- und Jugendarbeit einen Scheck überreichen. Vielleicht kann ich ihn auch überreden, noch ein paar Bahnen für Spremberg zu schwimmen", so Reininger.

80 Pokale in neun verschiedenen Altersklassen und Mannschaftswertung sind diesmal zu vergeben. Viele Vereine und Einrichtungen, die seit vielen Jahren als Team dabei sind, haben zugesagt. Auch Strausberg, Freital und Rebesgrün, wo befreundete Schwimmer- und Wasserwacht-Teams leben, sind in Spremberg wieder dabei. "Dem Kinderchor des Mitteldeutschen Rundfunks gefällt es so gut bei uns, dass die Kinder mit ihren Betreuern wieder mitschwimmen." Das Kinderheim Spremberg ist wieder dabei. "Die blinden Seelöwen" vom Behindertenwerk Spremberg, die 2010 ihre Premiere hatten, treten erneut an. Eine recht große Gruppe von Spremberger Gymnasiasten habe sich angemeldet. Etwa 15 Mitstreiter starten unter dem schönen Namen "Überholverbot". Reininger freut sich über jeden neuen Mitschwimmer - einfach, um Spremberg im Ranking der Städte weiter nach vorn zu bringen. Die Startgebühr kostet für Erwachsene 4 Euro (ermäßigt 2 Euro). Um gut durchzuhalten, so Reininger, bewähren sich Traubenzucker und Bananen. Es wird wieder Tee gekocht. Und wer die Sonnencreme zu Hause vergessen hat, sollte die Helfer ansprechen. "Wir haben da eine Reserve", so Reininger. Auch wenn es zumindest am heutigen Samstag nicht so heiß werden soll, dürfe die Sonne nicht unterschätzt werden.

Genug Lebensmittel für die Versorgung der Schwimmer, Kampfrichter und Betreuer sind gesichert. Es werde wieder ein Frühstück geben und Wurstgulasch. "Aber der Renner ist der Milchreis. Der muss immer zuerst nachgekocht werden", weiß Peter Reininger. Im Vorjahr hatten die 581 Teilnehmer im Kochsagrund eine Gesamtstrecke von 2364,3 Kilometern geschafft.