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| 01:31 Uhr

Der Spremberger Georgenberg rutscht ab

Von der Himmelsleiter aus geht ein tiefer Riss entlang der OdF-Denkmalanlage auf dem Georgenberg. Foto: Gentzsch
Von der Himmelsleiter aus geht ein tiefer Riss entlang der OdF-Denkmalanlage auf dem Georgenberg. Foto: Gentzsch FOTO: Gentzsch
Spremberg. An der Gedenkstätte für die Opfer des Faschismus (OdF) auf dem Spremberger Georgenberg hat es einen Erdrutsch auf etwa 30 Meter Länge gegeben. Die Anlage ist komplett gesperrt. Von Klaus Gentzsch

Auf nahezu der gesamten Länge der von einer Granitmauer umgebenen Anlage sind etliche Kubikmeter Erde auf einer Breite von etwa einem Meter talwärts gerutscht. Dabei sind Sträucher und Bäume mitgerissen worden. Links und rechts der Rutschungskante ziehen sich tiefe Risse durchs Erdreich. Es scheint nur eine Frage der Zeit, bis auch dort der Hang ins Rutschen kommt. Die Himmelsleiter, der Weg von der Bahnhofstraße hoch zur Gedenkstätte und die Anlage selbst sind gesperrt. Bauamtsleiter Gerd Schmiedel: “Es besteht keine lebensbedrohliche Situation. Wir haben einen Baugrundgutachter eingeschaltet.„ Schmiedel räumte ein, dass es Sanierungsbedarf an den Hängen des Georgenberges gebe. “Wir müssen das in Ruhe angehen, dürfen nicht in Hektik verfallen und werden angemessen reagieren„, sagt Egon Wochatz (CDU), Alt-Bürgermeister und Vorsitzender des Georgenbergvereins. Der Verein hat sich den Erhalt des Georgenberges, auf dessen Spitze der Bismarckturm steht, auf die Fahne geschrieben.

Für den 27. Januar, dem Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, ist eine stille Kranzniederlegung geplant. Dazu Stadtsprecher Alexander Adam: “Die Veranstaltung wird stattfinden, aber nicht am Denkmal für die Opfer des Faschismus.„ Über den genauen Ort soll am kommenden Montag im Rathaus entschieden werden.