| 17:27 Uhr

Spremberg
Sport frei für 170 Spremberger Kinder

Nicht nur beim Slalomlauf spornen die „Grünschnäbel“ vom Georgenberg ihre Starter kräftig an.
Nicht nur beim Slalomlauf spornen die „Grünschnäbel“ vom Georgenberg ihre Starter kräftig an. FOTO: Annett Igel-Allzeit / LR
Spremberg. Die zehnte Kita-Olympiade in der Sporthalle Haidemühl erleben viele Eltern und Großeltern mit.

(ani) Im Krebsgang ziehen sie durch die Halle, zielen mit dem Ball, rufen sich heiser, damit Hannes schneller läuft. Mehr als 170 Vorschulkinder aus allen 17 Kitas der Stadt und der Ortsteile haben sich in der Sporthalle Haidemühl zur 10. Spremberger Kita-Olympiade getroffen. Andrea Kupke, Praxisberaterin aus der Stadtverwaltung, erinnert sich an die Anfänge 2009: „Elf Einrichtungen nahmen damals teil. Seit 2011 kommen alle. Auch die Wadelsdorfer Kita, die wir nach der Eingemeindung von Hornow und Wadelsdorf eingeladen hatten, war sofort begeistert.“ 1000 Euro steuert die Volksbank Spree-Neiße bei, weitere Firmen und Vereine unterstützen. Der Kreissportbund organisierte die Olympiade mit der Stadt.

 Die Sportlichsten flitzen in 15 Sekunden um die elf Slalom-Stangen. springen aus dem Stand einen Meter, prellen den Ball 60 Mal in 30 Sekunden. Besonders ausgefeilt ist die Technik im Prellen bei den Kindern vom „Kinderspielgarten“: Sie halten den Ball flach und weit weg von den Füßen, wo der Ball anecken und außer Kontrolle geraten kann.

Sportliche Knirpse in Spremberg FOTO:

Schlängellauf, Ballzielwurf, Seilspringen, einbeiniger Sprung, Schlussweitsprung und Ballprellen sind Disziplinen das Aktionsprogramms „Immer in Bewegung mit Fritzi“ des Landessportbundes. „Der Krebsgang rückwärts fiel uns als siebte Station ein“, so Andrea Kupke. Um die Spielstation kümmert sich das Bergschlösschen-Team. „Nach Weihnachten haben wir begonnen, intensiv für die Olympiade zu trainieren“, sagt Erzieherin Sarah Bielicke von der Cantdorfer Kita. Marcel Roitzsch, Erzieher der „Grünschnäbeln“, freut nicht nur die sportliche Leistung: „Wir sind eine kleine Vorschulgruppe, aber sie halten richtig zusammen, spornen sich an.“ Frank Roick, der Olympiaden-Moderator, erkennt, welche Kinder bereits in Vereinen trainieren. „Veranstaltungen wie heute sind wichtig, gerade weil unsere Kinder nicht mehr oft auf Bäume klettern.“

 Nancy Scheider, die ihren Bundesfreiwilligendienst absolviert, staunt: „Ich gehe auch zum Sport, aber die Begeisterung der Kinder ist toll.“ Die Helfer der Freiwilligenagentur wissen das seit drei Jahren zu schätzen. Angela Miethchen, die die Zeit der Krebsgänger stoppt, probiert die Disziplin selbst: „Die Füße schieben, die Hauptlast liegt auf Armen und Händen.“

In gemischten Staffeln endet die Olympiade bunt. Dann wird gefeiert: Platz 1 hat sich der „Kinderspielgarten“ vorm „Hummelnest“ und den  „Spree-Spatzen“ gesichert. Im olympischen Gedanken „Dabeisein ist alles“ landen alle weiteren Kitas auf Platz 4.

Hoch und in die Hocke geht es bei der Erwärmung mit einer Trainerin vom 1. Spremberger Gesundheitssportverein Sakura.
Hoch und in die Hocke geht es bei der Erwärmung mit einer Trainerin vom 1. Spremberger Gesundheitssportverein Sakura. FOTO: Annett Igel-Allzeit / LR