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| 17:21 Uhr

Bürger machen ihre Stadt schön
„Perle putzt sich“ erfährt viel Zuspruch

 Junge Leute aus Spremberg sind auch im vergangenen Jahr auf dem Bolzplatz am Fuße des Kollerberges in Spremberg aktiv gewesen, um die „Perle putzt sich“-Aktion tatkräftig zu unterstützen.
Junge Leute aus Spremberg sind auch im vergangenen Jahr auf dem Bolzplatz am Fuße des Kollerberges in Spremberg aktiv gewesen, um die „Perle putzt sich“-Aktion tatkräftig zu unterstützen. FOTO: Martina Arlt
Der große Frühjahsputz ist seit Jahren ein Anlass, sich aktiv an einem schönen Stadtbild zu beteiligen. Auch diesmal wird wieder ordentlich angepackt. Erste Projekte stehen ebenfalls. Von Marcel Laggai

Unter dem Motto „Die Perle putzt sich“ wird auch diesmal wieder zum alljährlichen Frühjahrsputz in Spremberg und seinen Ortsteilen aufgerufen. Am 13. April gilt dann abermals der Griff zum Besen, zur Harke oder gar zum Pinsel, um die „Perle“ gebührend herauszuputzen. Wie auch schon die Jahre zuvor hat Doritha Drews, von der Stadtverwaltung Spremberg, sprichwörtlich den Hut auf und koordiniert die unterschiedlichen Maßnahmen.

Auch wenn die groß angelegte Putz-Aktion erst in über drei Wochen startet, liegen schon jetzt die ersten konkreten „Baustellen“ vor. „Besonders aus den Ortsteilen gab es bislang überaus positive Rückmeldung und auch schon genaue Projekte“, so Doritha Drews, die das anhaltende Engagement der Bürger immer wieder lobend hervorhebt. Es sei doch wirklich toll, wenn man gemeinsam und freiwillig etwas für das Stadtbild tue, fügt sie hinzu.

Dem Aufruf ist derweil auch schon Lieskau gefolgt. Unter Leitung von Ortsvorsteher Harry Karuse sollen dort Bänke und Tische einen frischen Anstrich erhalten. Damit würde die Ortsmitte, rund um das Gemeindehaus, sichtlich aufgewertet werden, erklärt Doritha Drews. Da der jährliche Frühjahrsputz seinen festen Posten im „Stadtsäckl“ hat, kann sich nicht nur der Ortsteil auf die Unterstützung der Stadt verlassen. „Wir unterstützen die Aktion nicht nur mit Werkzeugen oder ‚Man-Power’, sondern auch mit Farbe“, betont die Sachgebietsleiterin, der insgesamt 3000 Euro finanzielle Mittel für das gesamte Projekt zur Verfügung stehen.

Doch auch im direkten Stadtgebiet gibt es bereits angemeldete Aktionen zum stadteigenen Putztag. Die Fraktion „Die Nächste Generation“ legt ihren Fokus derweil auf den Busbahnhof. „Gerade weil er so vielen Sprembergern ein Dorn im Auge ist, haben wir uns für den Busbahnhof entschieden“, erklärt Fraktionschef Benny Stobinski. Dabei soll es nicht nur Aufklebern oder Schmierereien an den Kragen gehen, der Busbahnhof soll auch optisch aufgewertet werden. „Wir wollen gestaltete Planen anbringen, um dem Einheitsgrau ein paar Farbakzente zu verpassen.“ Idealerweise könne man dabei auch auf die Mitarbeit von engagierten Jugendlichen zählen, wünscht sich Stobinski, der mit seinem Team auch noch den Spielplatz frühlingsfit machen möchte.

Die Spremberger Gartenfreunde der Sparte „Walderholung“ haben indes ein bemerkenswertes Vorhaben in Planung, wie Doritha Drews weiß. „Die Vereinsmitglieder wollen eine etwa 300 Quadratmeter große Fläche zu einer sogenannten Bienenweide umfunktionieren.“ Dafür müsse das Gelände gehörig bearbeitet werden, um die spezielle Saat auszubringen, heißt es weiter. Die Saat enthält zahlreiche Wild- und Kulturblumenarten, die enorm blühfreudig und reichen Nektar sind, um den Bienen einen reich gedeckten „Tisch“ zu präsentieren.

Auch wenn in Cantdorf erst am 27. April geputzt wird, hat man den Fokus ebenfalls auf die sinkende Bienenpopulation gelegt. „Es ist ja hinlänglich bekannt, dass die Bienen überall weniger werden und deshalb wollen wir eine große Blumenwiese anlegen“, so Ortsvorsteher René Nakoinz. Dies geschehe in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Nabu und örtlichen Imkern, fügt er hinzu. Allerdings ist dies nicht die einzige „Baustelle“, die man in Cantdorf anpacken möchte. „Darüber hinaus wollen wir den Friedhof bepflanzen und die dazugehörigen Pkw-Stellflächen wieder auf Vordermann bringen“, so Nakoinz, der auf mindestens 30 tüchtige Männer und Frauen hofft.