Es waren Spieler aus der Ukraine, Polen, Moldawien, Bulgarien und für deutsche Mannschaften startende Türken am Start. Gespielt wurden sieben Runden nach Schweizer System mit einer Bedenkzeit von zwei Stunden und 30 Minuten je Spieler. Das Teilnehmerfeld war in diesem Jahr mit 110 Spielern so stark wie noch nie in den letzten fünf Jahren. Daher war es auch nicht verwunderlich, dass Christoph und Torsten sich wenig Chancen einräumten. Es gab in den ersten Runden für beide keine Erfolge. Bei Christoph stellte sich der Erfolg erst in der vierten Runde im Spiel gegen den Siebenlehner Marvin Lucht ein und er verbuchte seinen ersten Punkt. Torsten hingegen übersah ein drohendes Schach, aus dem er sich nicht mehr befreien konnte und wenig später Matt gestellt wurde. In der fünften Runde hatten beide Spieler das Nachsehen und überließen die Punkte erneut ihren Gegnern. Die Runde sechs gestaltete sich dann wieder etwas freundlicher, in dieser konnte nun auch Torsten seinen ersten Punktgewinn verbuchen, indem er ebenfalls gegen Marvin Lucht gewann. In der siebten Runde gewann Christoph seine Partie gegen den ebenfalls aus Siebenlehn stammenden Marco Kupferschmied und errang seinen zweiten Punkt. Auch Torsten sah in dieser R unde lange Zeit wie der sichere Sieger aus. Da er aber wusste, dass ihn ein Sieg nicht mehr weit nach vorn spülen würde, bot er seinem Gegner Johan Soppert ein Remis an, welches dieser jedoch zunächst ablehnte. Im weiteren Verlauf dieses Spiels baute Torsten seine Überlegenheit zunächst weiter aus, und lehnte nun seinerseits ein Remisangebot Sopperts ab. Dann aber sollte es dramatisch werden. Nach drei Stunden vollster Konzentration übersah Torsten eine Springergabel seines Gegners und verlor damit seine Dame. Dieser Verlust gab dem Spiel die entscheidende Wendung. Torsten musste leider auch diese siebente Runde abgeben. Im Gesamtklassement belegten beide die hinteren Plätze, Christoph wurde 102. und Torsten nur 108. (ts)