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Das war wieder ein Theater

Beim Dorftheater wurde an frühere Zeiten erinnert. Soll es wirklich einen Club der freien Liebe gegeben haben?, fragen sich die "Klatschweiber".
Beim Dorftheater wurde an frühere Zeiten erinnert. Soll es wirklich einen Club der freien Liebe gegeben haben?, fragen sich die "Klatschweiber". FOTO: Detlef Bogott/dbo1
Klein Buckow. Rund 60 Besucher konnte der elfköpfige Vorstand der Interessengemeinschaft um Ines Betker zum siebten Klein Buckower Steinfest begrüßen. Neben Klein Buckowern folgten auch ehemalige Bewohner aus den Nachbardörfern Groß Buckow und Stradow der Einladung. dbe1

Zum Auftakt fand das Vogelschießen statt.

Die Klein Buckower sind eine eingeschworene Truppe. Nicht nur zu den Steinfesten treffen sie sich regelmäßig, sondern auch schon viermal zu sogenannten Jahresanfangs-Nachmittagen. Erst im Februar fand eine Lesung statt, der 40 Klein Buckower folgten. Der 91-jährige Georg Rothe, der inzwischen am Bodensee lebt, erarbeitete eine Chronik, die die Jahre von 1957 bis 1970 in Klein Buckow widerspiegeln. Bei der Veranstaltung standen die Jahre 1961 und 1963 im Mittelpunkt. Ines Betker und Heike Schulze lasen aus der Chronik. Besondere Erinnerungen wie Ferienspiele und Ernte, der damalige Straßenbau und natürlich die Karnevalzeit waren Themen, die in gemütlicher Runde alte Zeiten aufleben ließen. Ein brisantes Thema kam allerdings auch zur Sprache, denn man munkelte im Ort, dass es damals einen Club der freien Liebe gegeben habe.

Dieser kam auch beim Steinfest zur Sprache - vor allem die nachfolgende Generation spitzte hier die Ohren. War es wirklich wahr oder nur ein Gerücht? An diesem Nachmittag war das leider nicht rauszubekommen, die Herrschaften, die es vielleicht wissen könnten, hüllten sich in Schweigen. Auf alle Fälle wurde das Thema aber im Dorf-Theaterstück, das längst zu einer schönen Tradition geworden ist, aufgegriffen. Die Aufführungen wollen an das frühere Leben im Dorf erinnern. Die Darsteller zeigten eine klasse schauspielerische Leistung, die mit viel Beifall gewürdigt wurde.

Unter dem Motto "Ein Buckscher kocht für Bucksche" wurde dann der Kesselgulasch, selbstverständlich nach Buckschem Rezept gekocht, probiert und für gut befunden. Dann hing das Vogelschießen weiter. Der ehemalige Stradower Hubert Gatz wurde Schützenkönig.