"Inzwischen haben wir auch unseren dritten Bauabschnitt erfolgreich zu Ende bringen können, das war unser Arbeitsschwerpunkt im vergangenen Jahr", berichtet der 42-Jährige. Hierzu zählen auch die Arbeiten für das Magazin, die Elektroarbeiten sowie die Rekonstruktionsmaßnahmen an den Innen- und Außenanlagen, zu denen auch eine historische Pflasterung im Scheunengebäude gehört.

Fertiggestellt wurden im Außenbereich die Pflasterwege genauso wie die Einzäunung und der Kräutergarten. Darüber hinaus sei auch noch eine Feldsteinmauer an der historischen Kirche, dem ältesten Baudenkmal des Ortes, geschaffen worden. Froh ist Aehnelt über die finanzielle Förderung für diese Baumaßnahme. Insgesamt bekamen wir allein für diesen dritten Bauabschnitt 147 000 Euro aus dem Programm "Interreg III Brandenburg /Lubuskie".

Nach Abschluss der Arbeiten nahm man zum Ende des vergangenen Jahres bereits die Erarbeitung einer neuen Dauerausstellung in Angriff, die der Öffentlichkeit bereits erstmals in der Vorweihnachtszeit präsentiert wurde (RUNDSCHAU berichtete). "In nächster Zeit soll die Ausstellung unter dem Motto ,Winterarbeiten auf dem Bauernhof‘ noch weiter überarbeitet werden", so Aehnelt.

Der Museumsverein hat darüber hinaus bereits für das Jahr 2005 zahlreiche Veranstaltungen im Plan. So ist geplant, sich Ende Januar am traditionellen Zampern in Bloischdorf zu beteiligen. Zudem seien für dieses Jahr zwei neue Sonderausstellungen zu landwirtschaftlichen Themen geplant. "Hierfür ist aber noch nicht alles in Sack und Tüten, so dass ich auf Einzelheiten noch nicht eingehen kann. Auf jeden Fall werden diese Ausstellungen aber eine Bereicherung für das Veranstaltungsangebot sein."

Fest steht schon der Termin für eine Museumsveranstaltung am 30. April. Sie wird rund um das Maibaumaufstellen stattfinden und eine Art Volksfestcharakter tragen. Am 5. Mai stehe auch in diesem Jahr wieder die traditionelle Wallfahrt der katholischen Dorfkirche St. Joseph in Bloischdorf auf dem Programm. "Ein ganz besonderer Höhepunkt wird in diesem Jahr ein polnisch-deutsch-sorbischer Folkloreabend sein, den wir im Rahmen des Kleinkunstsommers am 27. Mai am Fuße der Bloischdorfer Alpen veranstalten", erzählt Aehnelt und erinnert daran, dass bereits die Premiere im vergangenen Jahr eine große Resonanz bei den Besuchern fand.

Weiterhin will sich die Museumsscheune beim Dorffest des Ortsteiles Bloischdorf einbringen, das in diesem Jahr am 28. und 29. Mai stattfinden wird. Zwei weitere Veranstaltungen im Rahmen des Kleinkunstsommers stehen in der Museumsscheune am 25. Juni und am 23. Juli auf dem Programm. Zur "Langen Nacht der Museen" wird an gleicher Stelle am 20. August eingeladen. "Natürlich", so Boris Aehnelt, "werden wird uns auch am diesjährigen Tag des Offenen Denkmals am 18. September beteiligen. Er wird gemeinsam organisiert von unserem Museumsverein und der Katholischen Pfarrei St. Benno in Spremberg".

Auf Grund der Tradition wird es zum Jahresende natürlich auch wieder ein Adventsbacken und -basteln mit der Eröffnung des Wettbewerbes um den schönsten Adventskranz und verschiedene musikalische Programme an den Adventssonntagen geben.

Doch neben dem Jahresplan weist Boris Aehnelt auch noch auf weitere geplante Aktivitäten hin: "Derzeit ist ein neuer farbiger Flyer in Arbeit, der in Wort und Bild auf die Bloischdorfer Museumsscheune aufmerksam macht. Weiterhin ist angedacht, hier demnächst ein Besucherinformationszentrum im Rahmen des Strittmatter-Landes einzurichten. Unsere Mitarbeiterin Beate Dähne wird den Besuchern mit den Einzelheiten näher bekannt machen", so Aehnelt. Und er hofft, dass die Museumsscheune auch im Jahr 2005 so gut von den Besuchern angenommen wird, wie dies im vergangenen Jahr der Fall war.