Das Maß ist voll. Nach der Zwangseingemeindung und den Schulden der Gemeinde Wolfshain setzt man gleich noch einen drauf und genehmigt von oberster Stelle einen Funkmast mitten im Ortskern - nur 100 Meter von einer Kindereinrichtung. Es ist erstaunlich, wie schnell doch ein Bauamt arbeiten kann. Die Genehmigung für ein Haus hätte wenigstens neun bis 18 Monate gedauert. Hier ging alles ganz schnell und ohne Probleme. Sollte es dafür vielleicht einen Grund geben? Sollten hier schon die Gesetze von Innenminister Schäuble zur Handy- und Internetkontrolle realisiert werden? Es ist traurig, dass sich hierfür eine ansässige Firma hergibt und diesen Mast - aus welchen Gründen auch immer - bauen lässt. Moralisch ist er auf keinen Fall. [...] Wolfshain wurde vor vollendeten Tatsachen gestellt, statt über dieses Problem zu reden und gemeinsam nach einer anderen Lösung zu suchen. Der Funkmast hat dafür gesorgt, das die Grundstücke in Wolfshain, ob mit oder ohne Haus, nun keinen Wert mehr haben.

Wer will schon in ein Dorf ziehen, in dessen Mitte ein Funkmast steht. Die Tantiemen für die Duldung des Mastes auf ihrem Grundstück werden wohl nicht ausreichen, um mögliche Schadensersatzforderungen auszugleichen. [...] Eine Frage an die Firma bleibt: Weshalb hat sie die Anlage nicht in Döbern auf ihrem großen Privatgrundstück errichtet?