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Das Juliwetter war zwar unbeständig, aber warm

Forst. In über 80 Prozent der Fälle trifft es zu, dass sich Ende Juni und Anfang Juli eine recht stabile Wetterlage über Mitteleuropa aufbaut, die dann auch vier bis fünf Wochen das Wetter in der Region bestimmt. Somit hatte sich auch in diesem Jahr die "Siebenschläferregel" bewahrheitet; das unbeständige Wetter Ende Juni zog sich auch über den Monat Juli hin. Heido Briesemann / hib1

Kleine Tiefdruckgebiete sorgten immer wieder für viele Wolken, nachdem der Tag recht sonnig oder heiter begann. Gegen Abend gab es leichte Schauer oder einzelne Gewitter. Die Temperaturen waren zwar größtenteils sommertauglich (elf Sommer- und vier heiße Tage), aber in den Morgenstunden war man in der ersten Monatshälfte mit einer Jacke gut beraten. Die Werte gingen in den Nächten öfter bis auf 10 Grad Celsius zurück.

Erst zur dritten Dekade kam mit dem Hoch "Irmingard" die Luft aus Südwest und mit ihr die 3-Tages-Hitze. Der Höchstwert, gemessen am 20. Juli, betrug 32,0 Grad. Wenige Tage später stellte sich wieder das mäßig warme, zu Schauern neigende Wetter ein. Zum Monatswechsel hin zum August wurde es noch einmal sehr warm.

Das Monatsmittel lag bei 20,03 Grad. Somit war der Juli 2017 durchschnittlich warm.

Regen fiel an 17 Tagen, die Kleinbauern hatten viel Freude an Bohnen, Kohlrabi, Tomaten und Gurken. Die Zeit, die sie durch den Wegfall der Bewässerung einsparten, mussten sie beim Kampf gegen die Nacktschnecken investieren. Aber auch die Stechmücken hatten ihre Zeit; dank der gut gefüllten Regentonnen konnten sich ihre Brut gut entwickeln.

Seit vielen Jahren zählen die Sommermonate zu den niederschlagsreichten des ganzen Jahres. Seit dem Jahr 2000 fielen im Monat Juli durchschnittlich 100 Liter pro Quadratmeter.

Der Juli 2017 setzte diesen Trend mit gemessenen 96,5 Litern fort.