| 02:35 Uhr

Cottbuser Filmfest gastiert im Bergschlösschen

Spremberg. An der Autobahnraststätte bei Teupitz traf sich Bernd Buder einst mit dem damaligen Chef des Spremberger Spreekinos, Detlef Zindler. Noch heute erinnert sich der Programmdirektor des Filmfestivals in Cottbus daran, wie sie erstmals über eine mögliche Zusammenarbeit im Rahmen der Lausitziale sprachen. René Wappler

"Natürlich gab es dazu leckeren Raststättenkaffee", sagt er.

Nun gastieren die Organisatoren vom Festival des Osteuropäischen Films in Spremberg. Pressesprecherin Anne-Kathrin Schöler-Rensch wird am Sonnabend, 7. Oktober, den deutsch-tschechischen Film "Schmitke" im Bergschlösschen vorstellen, der im Jahr 2014 in Cottbus als bestes Debüt ausgezeichnet wurde. Programmdirektor Bernd Buder sagt: "Ich finde es immer gut, wenn Initiativen in ihren Heimatorten Filme zeigen, die sonst selten zu sehen sind." Zugleich betrachtet er das Gastspiel bei der Lausitziale als Werbung für das Cottbuser Festival, das vom 7. bis 12. November stattfinden wird. "Unser Publikum lässt sich gern überraschen", erklärt Bernd Buder. "Die Besucher freuen sich, wenn sie eine Geschichte auf der Leinwand sehen, die sie herausfordert."

Der Film "Schmitke" erzählt von einem Ingenieur, der im tschechischen Erzgebirge ein altes Windrad reparieren soll - und dabei tatsächlich Überraschungen erlebt. Wie der Programmdirektor berichtet, diskutierten die Organisatoren der Lausitziale und des Cottbuser Festivals zuvor über mehrere Werke, die sie in Spremberg zeigen könnten. Letztlich entschieden sie sich für "Schmitke", weil er "einen schrägen Humor hat, der bestimmt gut beim Publikum ankommt", wie Bernd Buder annimmt. "Schließlich zeigt der Film auch, wie Kulturen in einer Grenzregion aufeinander treffen - und Kinokultur ist Diskussionskultur."