Am Freitag hat der Geschäftsführer des Spremberger Spreekinos, Michael Apel, noch freudig verkündet, dass der Kinobetrieb vorerst weitergehe. Doch nun stellt auch das Lichtspielhaus seinen Vorführungen bis aufs Weitere ein.

„Mit der vorläufigen Schließung reagieren wir auf die Allgemeinverfügung des Landkreises“, sagt Apel. Die Anordnung verbietet Veranstaltungen von mindestens 1000 Personen und Zusammenkünfte von bis zu 100 erwarteten Gästen, sind unverzüglich dem Kreis zu melden – 14 Tage vorab nebst Teilnehmerliste. Dies sei im Tagesgeschäft schlichtweg nicht realisierbar gewesen, heißt es weiter.

Angestellte des Spreekinos vorerst nicht betroffen

Für die Angestellten ergeben sich durch die Aussetzung des Spielbetriebs bislang aber noch keine Konsequenzen, da der Geschäftsführer bereits erste Pläne für die filmfreie Zeit durchdacht hat. „Wir werden die ‚Zwangspause’ nutzen, um längere geplante Vorhaben anzugehen und Liegengebliebenes aufzuarbeiten.“ Dazu zählt beispielsweise eine groß angelegte Inventur, die Apel sowieso geplanten hatte, aber auch die Pflege und Wartung der hochmodernen Kino-Technik.

Darüber hinaus werde man die eingegangenen Kartenreservierung rückgängig machen beziehungsweise das Geld zurückbuchen, versichert der Geschäftsführer. „Wir werden auch gesonderte Öffnungszeiten anbieten, um die Rückgabe der gekauften Karten anzubieten.“

Ende der Schließzeit für das Spreekino noch nicht absehbar

Obwohl eine Aufhebung der temporären Schließung aktuell noch nicht absehbar ist, plant das Spreekino-Team erst einmal bis nach die Osterferien. „Hoffentlich normalisiert sich danach wieder alles und falls nicht, müssen wir die Optionen prüfen“, so Apel, der auf das Verständnis der Kinofans setzt und sie zudem über die Website und über Facebook über den Stand der Dinge informieren.

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