Es hat eine halbe Stunde gedauert, da war der erste Schwung Behelfsmasken am Montagmorgen aus dem Spremberger Rathaus-Foyer weg. Das bestätigt Christina Bieder aus der Stadtverwaltung. „Wir öffnen um 8 Uhr. Viele Spremberger haben sich angestellt. Obwohl wir darauf geachtet haben, dass jeder nur eine Maske bekommt, waren sie schnell vergeben“, sagt sie. Es kam noch einmal Nachschub, aber auch der hielt nicht lange.

Insgesamt 150 Behelfsmasken wurden so am Montag unter die Spremberger gebracht. Dass es in Sachsen bereits einen Maskenpflicht in Bus, Bahn und beim Einkaufen gibt, hat viele hellhörig gemacht. Sogar die ungenähten Zuschnitte waren am Montag schnell vergriffen, so Christina Bieder.

Flüchtlinge nähen Corona-Schutzmasken in Spremberg

Noch am 17. März hatte die Stadtverwaltung angekündigt: „Aufgrund der fleißigen Arbeit der ehrenamtlichen Näherinnen und Näher ist es ab 20. April für Bürgerinnen und Bürger möglich, eine Gesichtsmaske im Rathaus zu erhalten.“ Zwar wurde auf eine begrenzte Anzahl verwiesen, aber einige, die erst gegen 11 Uhr im Rathaus nachhakten, gingen verärgert.

Forst/Herzberg/Spremberg/Zittau

„Die Masken, die wir bei Nachschub weiter an die Bürger vergeben, werden ausschließlich von unseren Flüchtlingsfrauen genäht. Weil inzwischen der nötige Gummi teurer geworden ist, haben wir eine Spendenbox aufgestellt“, sagt Christina Bieder.

Sprembergs Einrichtungen melden Masken-Bedarf

Mit weiteren ehrenamtlichen Helfern will die Stadtverwaltung auf die Masken-Bedarfsanmeldungen der medizinischen und sozialen Einrichtungen reagieren. Das Schild am Rathauseingang ist verschwunden. Fragen Bürger nach, hofft Christina Bieder, dass gesagt werden kann, wann der nächste Nachschub erwartet wird. Sie hofft auf das Verständnis der Bürger: „Andere Rathäuser reagieren gar nicht, wir versuchen es wenigstens.“

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