Nun ist es offiziell: Spremberg muss in diesem Jahr ohne Heimatfest auskommen. Dies verkündete Stadtchefin Christine Herntier am 23. April.

Damit reagiert die Stadt auf die jüngst aktualisierte Verordnung von Bund und Ländern, nach der alle Großveranstaltungen bis zum 31. August untersagt sind. Ein herber Schlag für die Stadt.

Auf der Freilichtbühne Spremberg finden keine Veranstaltungen statt

Doch die Auswirkungen der Maßnahmen gegen das Coronavirus ziehen noch größere Kreise im Kulturangebot der Stadt. So verkündete die Bürgermeisterin, dass auf der Freilichtbühne in diesem Jahr keinerlei Veranstaltungen stattfinden. Schon vorab habe es zahlreiche Veranstaltungsabsagen gegeben. Zwar war der Veranstaltungskalender 2020 nicht so proppevoll, wie er noch im Vorjahr war, aber das Interesse am „Sherlock Musical“ oder etwa der deutschen Popsängerin Lea war groß. Ob die Veranstaltungen nachgeholt werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt.

Bereits die frühzeitige Verschiebung des Musikfestivals Soundcity auf 2021 sorgte für einen ersten herben Dämpfer in Sachen Kultursommer. Kein Wunder, sollte das dreitägige Fest Zehntausende Besucher nach Spremberg locken.

In Spremberg fallen viele weitere Veranstaltungen aus

Spätestens die jüngsten Maßnahmen hätten jedoch eine Absage beziehungsweise Verschiebung vom „Soundcity“-Festival nötig gemacht. Gegen Ende März hatte sich der Verband der Musik- und Kunstschulen Brandenburg (VdMK) gemeinsam mit der Stadt Spremberg und dem Landkreis Spree-Neiße dazu entschlossen, dass Fest vom 26. bis 28. Juni 2020 nicht stattfinden zu lassen.

Aufgrund der Corona-Situation und der daraus resultierenden Eindämmungsmaßnahmen ebenfalls untersagt sind in diesem Jahr die sogenannten Hexenfeuer, das Maibaumstellen, sowohl das 24- als auch das 48-Stunden-Schwimmen, die Veranstaltungen in der Kreuzkirche, die Serenade zum 3. Bezirks-Posaunen-Wochenende und der Spremberger Volkstriathlon.