Seit Tagen wird auch im Spremberger Raum die temporäre Aussetzung der Kita-Gebühren gefordert. Kein Wunder, wird ein Großteil der Kinder aufgrund der Coronakrise nicht in einer Einrichtung, sondern vielmehr in den heimischen vier Wänden betreut. Im Rahmen des dritten Pressegesprächs verkündete der stellvertretende Bürgermeister, Frank Kulik, nun offiziell den Verzicht auf die Gebühren.

Corona-Notbetreuung ist vom Gebührenerlass ausgenommen

„Ab April gilt die Regelung, dass die Elternbeiträge für diejenigen entfallen, die von den Schließungen der Kitas betroffen sind und nicht an der Notfallbetreuung teilnehmen“, so Kulik. Die Betreuung in Anspruch nehmen dürfen derzeit lediglich Elternteile, die als systemrelevant eingestuft wurden. Dazu zählen neben den Angestellten in öffentlichen Behörden beispielsweise auch Pflegekräfte oder etwa Verkäufer und Zulieferer von Lebensmitteln. Zudem habe auch das Land Brandenburg eine Richtlinie erlassen, welche Ausgleichszahlungen an die Träger zusichert, welche Eintragsausfälle durch die geltenden Maßnahmen zu verzeichnen hätten.

Laut Kulik würden in Spremberg durchschnittlich zwischen 121 und 143 Kinder betreut. „Damit liegen wir bei einer Quote von acht Prozent der Kinder, die sonst üblich betreut werden.“ Die Fraktion „Die nächste Generation“ schlägt indes vor, die Beitrage auch für die systemrelevanten Eltern auszusetzen. „Sie leisten ja gerade über die Maße viel und die Gebühren auch für sie auszusetzen, würde der Stadt gut zu Gesicht stehen“, so der Fraktionsvorsitzende Benny Stobinski.