Aktuell befinden sich in Spremberg knapp 150 Jungen und Mädchen in der Notbetreuung. Sie sind sowohl auf die 17 Kindertagesstätten der Stadt als auch auf Kindertagespflegestellen und -personen aufgeteilt.

Schwierige Situation für Klein und Groß

Keine leichte Situation für Erzieher und Kinder. Sind die Erwachsenen dazu angehalten, erhöhte Hygienestandards und die Abstandsregeln strikt durchzusetzen, ist den Kleinen der Ernst der Lage meist nicht bewusst. Bislang können lediglich Eltern aus systemrelevanten Berufsgruppen ihre Kinder in die Notbetreuung schicken.

Ab der kommenden Woche können allerdings auch alleinerziehende Eltern das Angebot wahrnehmen und ihre Kinder betreuen lassen. Im Spremberger Rathaus sorgt diese Neuregelung derweil für noch mehr Arbeit. „Die Zahl der Kinder in der Notbetreuung hat sich nun bereits verdoppelt und wächst von Tag zu Tag“, so Bürgermeisterin Christine Herntier. Da es sich dabei im Einzelfallentscheidungen handle, müsse der zuständige Fachbereich jeden Antrag separat prüfen, fügt die Stadtchefin hinzu.

Bürgermeisterin bedankt sich bei den Erziehern

Zusätzliche Arbeit für die Mitarbeiter in der Verwaltung, dessen Konsequenz letztlich die Erzieher zu stemmen haben. Schließlich sind sie es, die die Kinder bei Laune halten und Regeln konsequent einhalten müssen. Mit den Worten „Hochachtung für diese Leistung“ dankt Christine Herntier den zahlreichen Erzieher.

Mit der steigenden Zahl der Kinder in der Notbetreuung wächst allerdings auch die Sorge der benötigten Kapazitäten. „Nicht nur Personal, sondern auch der Platz wird langsam knapp“, weiß Frank Kulik, Fachbereichsleiter des Bürgerservices. Schließlich sind die Gruppengrößen auf maximal zehn Kinder begrenzt. Zwar klappe derzeit alles, sollte es jedoch noch mehr werden, müssen man sich etwas einfallen lassen, so Kulik.

Aktuelle Informationen zum Coronavirus und zur Lage in der Lausitz gibt es in unserem Liveticker.

Zahlen und Grafiken zur Ausbreitung des Coronavirus haben wir in unserem Dashboard für Sie zusammengefasst.

Bleiben Sie informiert mit dem kostenlosen Newsletter der LR-Chefredaktion.

Hintergründe zum Coronavirus in der Lausitz finden Sie in diesem Dossier.

#lausitzhältzusammen – die Plattform bei LR Online für alle privaten Hilfsangebote und Ankündigungen der lokalen Unternehmen.