Dass die Freibadsaison in Spremberg mal in einem Jahr komplett ausgefallen ist? Frank Kulik kann sich in seiner Amtszeit an so ein Jahr nicht erinnern. Aber für das Corona-Jahr 2020 könnte das durchaus passieren. Eine Freibad-Eröffnung am 29. Mai fällt aus, darüber informierte die Bürgermeisterin Christine Herntier am Donnerstag. Nun hofft die Stadtverwaltung auf eine Eröffnung im Kochsagrund zum Beginn der Sommerferien. Aber auch dieser Termin steht für Brandenburg mit dem 25. Juni recht früh im Jahr. Und dafür müsste es rechtzeitig grünes Licht von der Landesregierung geben. „Wir brauchen drei Wochen Vorlaufzeit, um das Freibad öffnen zu können“, sagt Frank Kulik, Sprembergs stellvertretender Bürgermeister. Auch um die Pumpen in Gang zu setzen und damit die Chemie im Wasser und in den Filteranlagen wirklich stimmt. „Schließlich gehören Schwimmbäder zu den Einrichtungen, in denen sich ein Corona-Virus besonders schnell ausbreiten kann“, gibt Frank Kulik zu bedenken.

Was in und an den umliegenden Seen passiert, wenn alle dort Abkühlung suchen müssen, kann innerhalb einer Corona-Pandemie auch nicht gewollt sein. Vermehrte Kontrollen werden an den Badeseen stattfinden müssen.

Stadtverwaltung fehlen Einnahmen durch Schwimm- und Aqua-Kurse

Und auch wenn die Saison noch gerettet werden kann, wird die Rechnung für die Stadt beim Betrieb der Bäder in diesem Jahr ganz und gar nicht aufgehen. Sämtliche Großveranstaltungen, wie der Volkstriathlon und das 24-Stunden-Schwimmen fallen aus. Das 48-Stunden-Schwimmen, das am ersten Maiwochenende in der Halle Puschkin-Platz geplant war, ist längst abgesagt. Einnahmen, die die Stadt durch Besuche der Schwimmhalle und der Sauna und durch Schwimm- und Aqua-Kurse hat, entfallen seit Wochen. Und das, nachdem im vergangenen Herbst die Schwimmhalle für eine Reparatur im Bereich der Lüftungsrohre mehrere Wochen geschlossen bleiben musste.

Die Rettungsschwimmer der Wasserwacht, Schwimmsportler und die Spremberger Wasserballer können sich nur einsam und auf dem Trocknen fit halten.

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