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| 17:41 Uhr

30-Jährige übernimmt neue Stelle
City-Managerin lebte in den USA

Madlen Schwausch (Mitte) will gemeinsam mit Petra Lehmann und Ralf Beyer Ideen für die Spremberger Innenstadt in die Tat umsetzen.
Madlen Schwausch (Mitte) will gemeinsam mit Petra Lehmann und Ralf Beyer Ideen für die Spremberger Innenstadt in die Tat umsetzen. FOTO: LR / René Wappler
Spremberg . Madlen Schwausch stammt aus Spremberg und studierte ihr Fach in Übersee.

Nun bekommt Spremberg eine City-Managerin. Die 30-jährige Madlen Schwausch wird diese Aufgabe am 1. September übernehmen. Sie wuchs in Spremberg auf, zog nach ihrem Abitur für vier Jahre in die USA und studierte Marketing in Thomasville und New York. „Immer wenn ich daheim zu Besuch war, staunte ich, wie schnell sich die Stadt entwickelt“, sagt sie. „Spremberg war für mich immer der Ausgangspunkt von allem, und ich habe stets die Option verfolgt, wieder ganz zurückzukehren.“

So geschah es auch im Jahr 2012. In den vergangenen Jahren betreute sie im Industriepark Schwarze Pumpe das Personalmarketing für die deutschen Standorte der Firma Hamburger Rieger. Den Wechsel in die Position der Spremberger City-Managerin betrachtet sie als Chance, beruflich einen neuen Weg einzuschlagen.

Ihr Büro wird sich in der Langen Straße 18 befinden, wo der Wirtschaftsförderer ASG seine Außenstelle für das Stadtzentrum eingerichtet hat. Dessen Chefin Petra Lehmann sagt über die Gespräche mit den Bewerbern: „Madlen Schwausch hatte die besten Voraussetzungen.“ Als Kriterien galt demnach das Marketingstudium und der Aufenthalt in den USA. „Sie ist eine Sprembergerin, die den richtigen Blick für unsere Stadt mitbringt“, erläutert Petra Lehmann.

Ihrem Urteil schließt sich der Teamleiter für Wirtschaftsförderung bei der ASG an. „Unsere künftige City-Managerin ist sehr kommunikativ und unbelastet, was politische Strömungen angeht“, erklärt Ralf Beyer. Madlen Schwausch bezeichnet er als „junge Frau mit Perspektive“, deren Aufgabe für die Stadt „kein Schnellschuss“ werden solle, sondern langfristig angelegt sei, vorerst auf den Zeitraum der nächsten fünf Jahre.

Auch Madlen Schwausch signalisiert, dass sie zunächst keine schnellen Entscheidungen plant. So reagiert sie zurückhaltend auf die Frage, was sie als Marketing-Fachfrau am liebsten sofort an ihrer Stadt verändern würde. Erstmal wolle sie sich mit den Mitgliedern der Vereine treffen, um mit ihnen gemeinsam über Ideen zu beraten, sagt sie. Spremberg brauche „ein komfortables Umfeld“, nicht nur für Rückkehrer, sondern vor allem auch für die jungen Leute, die in ihrer Heimat bleiben wollen. Stolz könne die Stadt auf ihr Angebot an Kitaplätzen sein, stellt Madlen Schwausch fest. „Grundsätzlich bietet Spremberg bereits gute Bedingungen für Familien“, sagt sie. Dazu zähle auch das touristische Angebot in der Region.

Gemeinsam mit den Mitarbeitern des Rathauses soll die City-Managerin Konzepte für die Innenstadt entwickeln. Darauf weist ASG-Chefin Petra Lehmann hin. Sie zeigt sich froh, dass die Stelle endlich geschaffen wurde. Schließlich sei eine solche Position schon seit den 90ern im Gespräch, als der CDU-Politiker Egon Wochatz das Amt des Bürgermeisters bekleidete.

Selbst in ihrer Freizeit interessiert sich Madlen Schwausch nach eigenen Worten für ihr Fachgebiet. „Marketing fasziniert mich eben.“ Zum Ausgleich treibt sie am liebsten Sport. Mit Volleyball, Fußball und Kampfsport lenkt sie sich am liebsten vom Stress ab.

 Eine Gemeinsamkeit zwischen Spremberg und ihrem Studienort New York hat sie bereits gefunden. „Der Stadtpark erinnert mich sogar ein bisschen an den Central Park, wenn er auch etwas kleiner ist“, sagt Madlen Schwausch. Vielleicht versteckt sich in diesem Gedanken ja schon der Grundstein für eine erste Marketing-Kampagne.