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CDU-Politiker fordert Einsatz vom Land gegen Ärztemangel

Spremberg/Potsdam. Das Land Brandenburg sollte sich an der Finanzierung des Cottbuser Instituts beteiligen, das medizinische Fachkräfte in der Region halten will: Dies fordert der Spremberger CDU-Landtagsabgeordnete Raik Nowka. Das Institut für Interdisziplinäre Medizinerweiter- und fortbildung und klinische Versorgungsforschung konnte bereits fünf Ärztinnen an das Spremberger Krankenhaus vermitteln. René Wappler

Deshalb wollen sowohl die Stadt Spremberg als auch die Krankenhausgesellschaft seine Arbeit in Zukunft wie bisher mit einem Betrag von insgesamt 7500 Euro im Jahr unterstützen.

Der CDU-Politiker Raik Nowka, Mitglied der Gesellschafterversammlung des Krankenhauses, sagt dazu: "Ich befürworte den Einsatz des Instituts absolut." Jede Anstrengung, interessierten Nachwuchs für die Arbeit am Krankenhaus zu begeistern und langfristig zu halten, sei angesichts des Fachkräftemangels wichtig. "Ich habe die Arbeit des Instituts in den vergangenen zwei Jahren kennen- und auch schätzengelernt", erläutert Raik Nowka. "Deshalb setze ich mich dafür ein, dass es künftig nicht nur durch finanzielle Mittel der Lausitzer Kommunen und Krankenhäuser, sondern auch durch das Land Brandenburg selbst getragen wird."

Das Institut benötigt im Jahr 140 000 Euro für Personal- und Sachkosten, wie die Mitarbeiter des Spremberger Rathauses mitteilen. Demnach kann es sich nicht selbst finanzieren: In den Jahren 2011 und 2012 erhielt es Spenden von Vattenfall und fünf Kliniken der Region, zu denen die Spremberger Krankenhausgesellschaft zählt. Da die Krankenhausgesellschaft nicht auf Dauer den Betrag von 7500 Euro pro Jahr aufbringen konnte, beteiligt sich seit dem Jahr 2013 die Stadt Spremberg mit jeweils 3000 Euro an den Kosten.

Somit ist die Finanzierung "nur für einen begrenzten Zeitraum abgesichert", wie der Landtagsabgeordnete zu bedenken gibt. Dabei werde sich der Mangel an spezifischem Fachpersonal aufgrund altersbedingten Rückzugs von Medizinern in den nächsten zehn Jahren erheblich verstärken. "Daher müssen die langfristigen Projekte zum Fördern künftiger Fachkräfte aus unserer Region mit dem Gewinnen bereits ausgebildeter Mediziner aus anderen Regionen und dem Ausland verbunden werden", erklärt Raik Nowka. "Wir brauchen dabei für die Lausitz aber andere Ansätze als für Berlin und den Speckgürtel."