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| 15:21 Uhr

Spremberg blickt in die Zukunft
Cantdorf sorgt sich um Zeit nach dem Tagebau

Spremberg. Die Mitglieder des Ortsbeirats beleuchten in der nächsten Woche die Prognosen für den Anstieg des Grundwassers.

In die Zukunft schauen die Mitglieder des Ortsbeirats von Cantdorf. Die Lausitzer Umweltgesellschaft hat sich der Frage gewidmet, welchen Einfluss der bevorstehende Anstieg des Grundwassers auf die Gräben der Region haben wird. Ortsvorsteher René Nakoinz sagt: „Wir müssen langfristig denken.“ Sobald der Tagebau verschwinde, werde das Grundwasser wieder einen höheren Pegel erreichen. Das habe Folgen für Cantdorf. Denn im Ort befinden sich nach seinen Worten viele Gräben, um die sich in den vergangenen Jahrzehnten niemand kümmerte, weil das Wasser verschwunden war. „Wir wollen die Sache ein bisschen aufarbeiten“, erklärt der Ortsvorsteher. Dazu soll die Studie der Lausitzer Umweltgesellschaft beitragen, mit der sich der Ortsbeirat am Mittwoch, 21. November, während seiner Konferenz in der Kindertagesstätte von Cantdorf befassen wird.

Als ein Problem betrachtet der Ortsvorsteher die Wiese neben der Berliner Straße in der Nähe der Bushaltestelle. „Dieser Wiese fehlt inzwischen jede Verbindung nach außen“, erläutert René Nakoinz. „Sie wurde an den Rändern überbaut, sowohl mit der Ortszufahrt als auch den Häusern im Dorfkern.“ Somit stehe schon jetzt immer wieder das Wasser auf der Fläche. Der Ortsvorsteher erinnert an den starken Regen im vergangenen Jahr, als sich in kurzer Zeit ein regelrechter See auf der Wiese bildete.

Zudem sorgen sich viele Einwohner um die Mülldeponie. Sie fürchten, dass sie eines Tages Schadstoffe ausspülen könnte, wie René Nakoinz berichtet. Allerdings sprach er darüber bereits mit dem Beigeordneten des Spree-Neiße-Kreises, Olaf Lalk. „Er hat uns eine umfassende Untersuchung zugesichert“, sagt der Ortsvorsteher. „Falls sich wirklich eine Gefahr abzeichnet, wollen die Mitarbeiter des Landkreises rechtzeitig eingreifen.“

Im März 2019 soll eine weitere Bürgerversammlung im Cantdorfer Gasthof Zur Linde stattfinden. Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos) hofft, dass dort Fachleute vom Landesamt für Umwelt konkrete Aussagen zum Hochwasserschutz treffen können.