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| 16:56 Uhr

Engagiert auch mit 78
Sie ist die Frau mit dem weißem Herz aus Cantdorf

 Doris Franke (78): Aktiv im Garten und bei bei der Volkssolidarität.
Doris Franke (78): Aktiv im Garten und bei bei der Volkssolidarität. FOTO: Arlt Martina
Spremberg. Doris Franke wohnt noch heute in ihrem Geburtshaus. Als sie Ruheständlerin wurde, begann der Unruhestand.

Ihr ganzes Berufsleben war die jetzt 78-Jährige Lehrerin in den Fächern Chemie und Biologie in Weißwasser und am Erwin-Strittmatter-Gymnasium. Als sie vor 17 Jahren in den Ruhestand ging, begann für sie der „Unruhestand“. Sie leitet die Ortsgruppe 19 der Volkssolidarität in Cantdorf , die 68 Mitglieder zählt. Bei ihren Aktivitäten hat sie einen regen Kern an ihrer Seite: Unterstützt wird sie von ihrer  Stellvertreterin Tatjana Farys, Kassenwartin Rosemarie Freudenberg und weiteren sieben Helfern.

Die Veranstaltungen der Cantdorfer finden meist im Kontaktcafé oder im Gasthaus „Zur Linde“  statt. Dazu gehören Vorträge, Museums- und Kinobesuche oder Lesungen, zu denen meist 25 Senioren kommen. Noch in diesem Jahr steht eine Buchlesung mit Fernsehgärtner Hellmuth Henneberg, Verkehrsteilnehmerschulung mit Fahrlehrer Michael Seinig und auch eine Ausfahrt zur Gläsernen Molkerei nach Münchehofe auf dem Programm. Auch die Kontakte zu den Senioren in der Partnerstadt Szprotawa sollen gepflegt werden. Monika Noack wird einen Einblick zu ihrer Chronikarbeit in Cantdorf geben.  Am 4. September wird es zu Ehren der Künstlerin Irmgard Kuhlee noch einmal eine Veranstaltung geben. Die Weihnachtsfeiern in der „Linde“ gehören immer zu den Höhepunkten. Dazu laden sich die Organisatoren in diesem Jahr Opernsänger Michael Zumpe ein. Doch auch Krankenbesuche, Geburtstage ab 80 oder Ehejubiläen werden in Cantdorf nicht vergessen.

Anregungen hole sie sich auch aus der RUNDSCHAU, so Doris Franke. „Wenn ich interessante Dinge entdecke, die für unsere Gruppe passen könnten, schlage ich das für unseren Arbeitsplan vor.“ Die Einladungen für die Veranstaltungen schreibe sie selbst am Computer, Claus Siegert, der bald 90 Jahre alt ist, drucke sie dann aus. „Alle Veranstaltungen oder Ausflüge müssen schon perfekt geplant sein, damit nichts schief geht.“

Iim Rahmen der Spremberger „Weißen Tafel“ bekam sie das gehäkelte weiße Herz überreicht. Diese Ehre wird besonders Menschen im Ehrenamt zuteil.