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Museumshof
Buntes Herbstfest in Spremberg

Die Freizeitreiter von der Wolfswiese machten besonders die Kinder glücklich. Mit Ausritten auf Ponys und Pferden konnten auch die kleinsten Besucher Spaß haben.
Die Freizeitreiter von der Wolfswiese machten besonders die Kinder glücklich. Mit Ausritten auf Ponys und Pferden konnten auch die kleinsten Besucher Spaß haben. FOTO: ang
Spremberg. Vielfältige Unterhaltung, regionale und selbst hergestellte Produkte haben rund 700 Besucher am Dienstag in den Museumshof des Niederlausitzer Heidemuseums in Spremberg gelockt. Das Herbstfest soll in die dritte Jahreszeit einstimmen. Anja Guhlan

Das gelang hervorragend.

Die sieben Musiker der Spremberger Bläsergilde eröffneten das Herbstfest zünftig mit einem Marsch. Die herbstliche Sonne strahlte. Schon beim Betreten der "Marktmeile" erwartete die Besucher die erste kulinarische Köstlichkeit inform diverser Kaffee- und Kuchentafeln. So bekam man beispielsweise am Versorgungsstand von Gudrun Hering vom "Blumenpavillon der Seele" Apfel-, Möhren- oder Kürbis-Pistazien-Kuchen angeboten. Weg vom Einer- oder Allerlei, hin zu ausgefallenen Variationen, die zudem noch mehr Lust auf den Herbst machen. "Wir sind als Händler jedes Jahr gerne dabei, weil man sich hier so schön präsentieren kann", sagt Gudrun Hering.

Insgesamt 15 Stände luden zum Schlendern und Flanieren ein. Vom selbst gebackenen Brot oder selbst hergestellter Marmelade vom Erlengrund-Hof in Hornow über Imkerprodukte, Blumen, Obst, Säfte, Wein bis hin zu Handwerker- oder Kunstprodukten war allerhand vertreten.

Herbstfest im Heidemuseum in Spremberg FOTO:

Auch der Pulsberger Dieter Gäbler bot seine hausgemachte Bratwurst und seinen Kesselgulasch an. Die Spremberger Spinnstube gab Einblicke in das alte Handwerk des Spinnens. Für Kinder gab es eine Bastelstation, an der mit der Museumspädagogin Romy Walther hölzerne Herbstmännchen geschaffen werden konnten.

"Wir legen beim Herbstfest sehr viel Wert auf regionale und natürliche Produkte", erklärt Museumsleiter Eckbert Kwast. Er findet es schön, dass zum Feiertag immer so viele Menschen in den Museumshof kommen und mit Gemütlichkeit durch die Stände schlendern oder gemütlich beisammensitzen. Inzwischen ist das Herbstfest in seiner 14. Auflage am Tag der Deutschen Einheit schon zu einer Tradition geworden.

So kommen auch die meisten der Besucher jedes Jahr aufs Neue zum Herbstfest. "Wir sind fast jedes Jahr da. Unserer Familie gefällt es immer ganz gut. Hier bekommt man fröhliche Herbststimmung", erzählt Besucherin Melanie Bauer aus Spremberg.

Auch sorgte ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm für Stimmung. So trat zunächst das Vokalensemble "Music Angels" auf, die im nächsten Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiern möchte, auf die Bühne. Mit Gospels und Balladen sangen sich die jungen Frauen mit den harmonischen Klängen in die Herzen des Publikums. Auch Bauchredner Jürgen Hanke mit seinem Partner Moritz trafen das Herz des Publikums. Eine wahre Traube an Zuschauern genoss die Geschichten aus dem Alltag, die zum Schmunzeln und Lachen anregten.

Beim Herbstfest dabei war auch der Historiker und Verleger des Niederlausitzer Verlages Andreas Peter aus Guben, der in diesem Jahr einen Nachdruck des Spremberger Stadtplans von 1925 anbot. "Das ist eine absolute Neuerscheinung und man erkennt auf dem Plan noch Bezeichnungen, die die Jugend wahrscheinlich gar nicht mehr kennt", betont Andreas Peter. Viele Geschichtsfreunde erwarben den historischen Stadtplan.

Natürlich hatte an diesem Tag auch das Museum geöffnet: So tummelten sich Besucher in den Räumen. Neben der Dauerausstellung besichtigten sie auch die Sonderausstellung "Auf Schienen durch die Lausitz - 150 Jahre Eisenbahn in Spremberg". Eckbert Kwast ist zufrieden und kündigt eine weitere Auflage 2018 an.