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| 02:35 Uhr

Bunte Ferien gegen den Abschied

Thomas Eisenträger (l.) hilft wieder allen, die in den Ferien auf der Bergschlösschen-Terrasse Speckstein bearbeiten wollen.
Thomas Eisenträger (l.) hilft wieder allen, die in den Ferien auf der Bergschlösschen-Terrasse Speckstein bearbeiten wollen. FOTO: Anja Guhlan
Spremberg. Sind es wirklich die letzten Feriencamps am Felixsee? Das Mehrgenerationenhaus Bergschlösschen jammert nicht, sondern hat ein besonders buntes Ferienprogramm fürs Camp und für die Bergstraße aufgelegt. Annett Igel-Allzeit

Coole Jeanstaschen, streitende Roboter, 3-Gänge-Menüs für Fleischesser wie Veganer, Fotoprojekt mit Plattencover - Ute Bruncke, Koordinatorin im Mehrgenerationenzentrum "Bergschlösschen" in Trägerschaft der Stiftung SPI, hat mit Birgit Kamenz und Sabine Klauke acht Kurse zusammengestellt. Parallel dazu laufen am Felixsee Hollycamps für Anfänger und Fortgeschrittene im Filmemachen, das Hai-Camp, das mit dem Haidemühler Jugendclub organisiert wird, und das Mach- und Lachcamp für Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren.

Doch auf der Internetseite des Camps flimmert rot: "Zum Oktober 2017 schließen wir die Anlage. Vielen Dank für Ihre jahrelange Treue." Ute Bruncke seufzt, schüttelt dann die traurigen Gedanken aber einfach ab: "Ich bin mir gar nicht so sicher, ob wir das Ferienobjekt im nächsten Jahr nicht doch noch haben. Vielleicht findet unser Kollege Benny Stobinski einen Ausweg. Sicher ist aber, dass wir alle, die Camps am Felixsee entwickelt haben, nach Möglichkeiten suchen, sie - wo auch immer - fortzuführen." Auch das Bergschlösschen bietet viel Raum. Aber die Anbindung an Natur, Museen, Betriebe und Radwege im ländlichen Raum sind am Felixsee ideal. Im Zuge der Debatte um eine nötige Sanierung des Ferienobjektes mit den Bungalows kam heraus, dass die Stiftung es ohne mehr Unterstützung der Stadt nicht halten kann.

Die Hollycamps, die es seit 2010 gibt und international angefragt wurden, sind für diesen Sommer ausgebucht. Fürs Hai-Camp mit dem Jugendclub Haidemühl vom 20. bis 24. August für Kinder ab elf Jahre und Jugendliche lohnt sich die Nachfrage noch - es gibt Restplätze. Die Teilnahme kostet 50 Euro. Fürs Mach- und Lach-Camp vom 26. August bis 2. September seien noch mehr Plätze frei.

Wer kreativ werden und zu Hause schlafen möchte, für den sind die Kurse im Bergschlösschen richtig. So läuft vom 25. bis 27. Juli ein Roboter-Kurs - von 10 bis 11.30 Uhr für Jungs und von 14 bis 15.30 Uhr für Mädchen. Wohl fühlt sich hier, wer gern tüftelt und programmiert. Unter der Anleitung von Ralf Jannack werden Roboter lebendig. Am 25. und 26. Juli von 10 bis 15 Uhr geht es mit Kartoffeln, Linolschnittmesserchen und Monotypie um bunte Drucktechniken. Hunger bringt mit, wer am 27. Juli im Bergschlösschen ein 3-Gänge-Menü kochen möchte. Der Kochkurs läuft von 10 bis 13 Uhr.

Vom 1. bis 3. August, 10 bis 13 Uhr, hilft Thomas Eisenträger allen, die Speckstein bearbeiten wollen. Wer ein GPS- und internetfähiges Smartphone besitzt, sollte den Flagstack-Kurs wagen. "Ähnlich wie bei der Pokémon-Jagd", so Ute Bruncke, "werden quer durch die Stadt virtuelle Flaggen eingesammelt. Das ist etwas für alle, die gern in Bewegung sind."

Ein Fotoprojekt, das mit Platten- und Buch-Covern und eigenen Fotos spielt, läuft am 10. August, 10 bis 15 Uhr. Wer mag, kann sich Outfits zum Verkleiden fürs Foto mitbringen. Auf den Kurs vom 15. bis 17. August freut sich Ute Bruncke besonders: "Wir nähen von 10 bis 16 Uhr fetzige Jeanstaschen."

Am 29. und 30. August, 10 bis 15 Uhr, haben alle die Möglichkeit, Fimoair, eine tonähnliche Modelliermasse auf Wasserbasis, die einfach an der Luft trocknet, kennenzulernen. "Die Kreativität reicht von Handabdrücken über Knöpfe bis zu Skulpturen. Und feilen, bohren und bemalen kann man die Ergebnisse auch", so Ute Bruncke. Wie sie erklärt, können die Schüler ihre jüngeren Geschwister ebenso mitbringen wie Oma oder Vati. "Wir sind ein Mehrgenerationenzentrum, wir finden für jeden etwas, was er kann", so die Koordinatorin. Je nach Länge des Kurses, verbrauchtem Material und Alter der Teilnehmer kostet die Gebühr zwischen einem und 10,50 Euro. Voranmeldungen sind unter der Telefonnummer 03563 2395 oder per E-Mail spremberg@stiftung-spi.de erwünscht. "Das hilft beim Planen", sagt Ute Bruncke, "ob es um die Zahl der Nähmaschinen geht oder ums Mittagessen."

Ute Bruncke, Koordinatorin im Bergschlösschen.
Ute Bruncke, Koordinatorin im Bergschlösschen. FOTO: ani