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| 02:45 Uhr

Bundespolitik rüttelt die CDU durch

Spremberg. Die Bundespolitik hat die Spremberger CDU "kräftig durchgerüttelt": Dies bekundet der Vorsitzende des Stadtverbandes, Andreas Bränzel, den die Mitglieder in dieser Woche in seiner Funktion bestätigt haben. So weist er darauf hin, dass in den vergangenen Jahren mehrere frühere Christdemokraten aus Spremberg die Partei verlassen haben, unter ihnen der einstige Fraktionschef Hartmut Höhna. René Wappler

Er begründete seinen Austritt im November 2015: "Es begann damit, dass die Energiepolitik völlig auf den Kopf gestellt wurde, danach kamen Griechenland und dann die völlig verfehlte Handlungsweise zum Thema Flüchtlinge."

Zugleich gewann die Spremberger CDU jedoch neue Mitglieder hinzu, sodass im Stadtverband nun 57 Personen mitwirken. "In der aktuellen politischen Landschaft interessieren sich wieder mehr Menschen für politische Arbeit", sagt Andreas Bränzel. Die CDU habe es geschafft, eine stabile Partei zu bleiben - "trotz Gegenwind und Populismus, der durch Deutschland wabert". Zugleich habe sich Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Glaubwürdigkeit bewahrt, indem sie der Maßgabe gefolgt sei, Probleme anzugehen und sie zu lösen. Konkret weist Andreas Bränzel auf die "sogenannte Flüchtlingskrise" hin: Es sei gelungen, sie als "gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu betrachten und zu bewältigen". So stecke in jeder Krise auch eine Chance.

Als prägend für die Arbeit der Spremberger CDU bezeichnet Andreas Bränzel den Besuch der Mitglieder im Cottbuser Menschenrechtszentrum vor einem Jahr, begleitet vom DDR-Oppositionellen, früherem Häftling und heutigem CDU-Landespolitiker Dieter Dombrowski: Dieser hatte im Jahr 1974 selbst einen Fluchtversuch unternommen. "Zu einem Rundgang durch das einstige politische Gefängnis kann ich die Schulen unserer Region nur ermutigen", sagt der CDU-Stadtverbandsvorsitzende. "Leider wird diese Seite der deutschen Geschichte im Unterricht oft nicht so anschaulich vermittelt, wie es im Cottbuser Menschenrechtszentrum passiert."