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Bürgermeister von Szprotawa besucht Spremberg

Józef Rubacha überreichte Christine Herntier vor drei Jahren schon einen Bildband über Szprotawa.
Józef Rubacha überreichte Christine Herntier vor drei Jahren schon einen Bildband über Szprotawa. FOTO: Stadtverwaltung
Spremberg. Einen Vertrag zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit der polnischen Partnerstadt Szprotawa wird die Spremberger Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos) am Freitag unterschreiben. Wie die Pressestelle des Rathauses mitteilt, nimmt das Stadtoberhaupt von Szprotawa, Jozef Rubacha, neben weiteren Gästen am Jahresempfang der Stadt Spremberg im Hotel Georgenberg teil. René Wappler

Der Vertrag umfasst gegenseitige Hilfe bei der Suche nach Fachkräften, die gemeinsame Entwicklung der Industriestandorte und das Organisieren von deutsch-polnischen Unternehmertreffen. Darüber hinaus beinhaltet er eine Kooperation der berufsorientierenden Schulen sowie den Austausch von Schülern und Praktikanten.

Der Jahresempfang der Stadt Spremberg widmet sich dem Motto "Der Wind der Veränderung weht durch die Lausitz". Dazu wird der Oberbürgermeister von Weißwasser ein Referat halten: Torsten Pötzsch (Klartext) arbeitet wie Christine Herntier in der Lausitzrunde mit, dem Zusammenschluss von Kommunalpolitikern, die miteinander nach Strategien für das bevorstehende Ende des Braunkohle-Abbaus suchen.

Im Mai hatte eine Delegation aus Spremberg die polnische Partnerstadt Szprotawa besucht. Zu den Gesprächen lud das dortige Stadtoberhaupt Jözef Rubacha auch Vertreter von ortsansässigen Firmen ein, die unter anderem über eine Zusammenarbeit mit Unternehmen im Industriepark Schwarze Pumpe berieten. Bereits bei diesem Aufenthalt kam der neue Vertrag zur Sprache, den die Partner in dieser Woche unterzeichnet wollen.

Für die ökonomische Zukunft von Spremberg haben sich die Rathaus-Mitarbeiter Ziele gesetzt, zu denen der Erhalt und das Schaffen neuer Arbeitsplätze zählen - trotz des Strukturwandels aufgrund der Energiewende. Die Beziehungen zu Nachbarländern wie Polen, Russland, Österreich, der Schweiz und Schweden bieten nach Ansicht von Fachleuten wirtschaftliche Chancen für die Lausitz: Auf diese Weise ließen sich neue Absatzmärkte schaffen.