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Bürgerforum kämpft für Randbetroffene

Welzow. Mit insgesamt zehn Kandidaten tritt das Bürgerforum Stadtumbau Welzow (BfSW) zur bevorstehenden Kommunalwahl an. Dazu gehören der Vorsitzende Lutz Frauenstein, der Stadtverordnete Hilmar Mißbach sowie Wolfgang Borchert, Hans-Jürgen Flatter, Jens Höhne, Wolfgang Kaffka, Christa Balkow, Jürgen Hanath, Wolfgang Zippel und Alexander Scholz. Torsten Richter/trt1

Nicht alle Genannten sind Mitglied des Bürgerforums. Die bisherige BfSW-Stadtverordnete Karin Mark tritt aus familiären Gründen nicht mehr an. Willi-Günter Seifert, der seit 2008 ebenfalls für das Bürgerforum im Stadtparlament sitzt, ist zur Wählergruppe "Grüne Zukunft Welzow" gewechselt.

"Unser Ziel ist es, zur Wahl am 25. Mai mindestens vier Mandate zu erreichen", gibt Lutz Frauenstein die Marschrichtung vor. Im Jahr 2008 hatte die damals gerade erst ins Leben gerufene Initiative aus dem Stand vier Sitze in der Welzower Stadtverordnetenversammlung gewonnen. Das entspricht einem Viertel der gesamten Mandate. Obwohl das Bürgerforum damit eine der stärksten Fraktionen ist, seien strittige Abstimmungen jedoch oft zuungunsten dieser Wählergruppe ausgegangen, so Frauenstein.

Zu den Schwerpunkten des 2014er-Wahlprogramms gehört vor allem der weitere Kampf um einen finanziellen Ausgleich für die bergbaubedingte Randbetroffenheit der Welzower Bürger. Dies ist bereits im BfSW-Einwohnerantrag vom Januar 2010 festgehalten. Darüber hinaus wird die Inanspruchnahme von Proschim durch das geplante Tagebau-Teilfeld 2 kategorisch abgelehnt sowie eine strikte Beachtung der Stellungnahme der Stadt Welzow zum entsprechenden Braunkohlenplan gefordert.

Außerdem will sich die Wählergruppe für die Erhaltung der Welzower Grundschule, die langfristige Sicherung des Schülertransportes nach Großräschen, die Anbindung der Stadt an die B 169 sowie die bessere Einbeziehung der Bürger in die Stadtplanung einsetzen.