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| 02:34 Uhr

Kommentar
Bürger wollen – und sie sollen auch

Die Bürger wollen und sollen mitreden. Wie sie in Sellessen und Weskow für die Sanierung von Radwegbrücken unterschreiben, landen in Cantdorf für den Erhalt des Friedhofes unterm Brief an die Spremberger Bürgermeisterin 352 Unterschriften.

In Drieschnitz-Kahsel genügt dem Ortsbeirat keine Informationsrunde zum geplanten Solarpark, er startet danach spontan eine Meinungsumfrage. Nicht nur Bürger wollen mehr mitentscheiden, sondern Kommunalpolitiker wollen mehr "richtig machen". Dass sie von Dresden lernen, sagen Sprembergs Stadtverordneten nicht, sondern die Finsterwalder und deren Streit um die Stadthalle sind das Beispiel. Der Abriss der Brücken in zwei Wochen wird vielleicht nicht verhindert - es geht neben den Radlern auch um die Sicherheit der Bahnreisenden. Aber dass Briefe und Unterschriftenlisten inzwischen zumindest auf kommunaler Ebene ernst genommen werden, zeigt die Debatte um Sprembergs Schwimmhalle. Nachdem den Grundsatzbeschluss für den Neubau noch eine Mehrheit des Stadtparlaments fasste, soll über den Standort eine Bürgerbefragung entscheiden.