Franziska Schubert sagt: "Kurz hinter der Ruhlmühle sieht man deutlich, dass die Verockerung beginnt." Gemeinsam mit Benjamin Raschke fordert sie, dass die Vorsperre bei Bühlow regelmäßig beräumt wird - und dass sich die sächsische Seite stärker einsetzt.

Die Spremberger Bürgermeisterin Christine Herntier erklärt: "Auch wir hoffen darauf, dass die Wasserbehandlung auf der sächsischen Seite funktioniert." So erhofft sie sich ebenfalls eine Antwort auf die Frage, wann und wie oft die Vorsperre ausgebaggert wird - zumal sich die Qualität des Flusswassers auf den Tourismus in der Region auswirkt. "Seitdem der Wasserspiegel in der Spremberger Talsperre angehoben wurde und die Bekalkung funktioniert, halten sich dort mehr Urlauber auf", sagt sie. "Allerdings habe ich den Eindruck, dass im Land Brandenburg ein stärkeres Problembewusstsein herrscht."

Das bestätigt auch der bündnisgrüne Landtagsabgeordnete Benjamin Raschke. "Einen starken Akteur wie das Bündnis für eine klare Spree gibt es in Sachsen nicht", stellt er fest. "Das ist einer der Gründe, weshalb wir unsere Tour unternehmen."

Ein Ansatz wäre, den Bau einer Flusskläranlage auf sächsischer Seite zu prüfen, erklären die beiden Abgeordneten einhellig. Zudem müsse die Finanzierung der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) als bundeseigenes Unternehmen sichergestellt werden. Der Bund dürfe sich nicht aus der Verantwortung stehlen.

Bis zu ihrem Ziel am 2. August in Berlin wollen Franziska Schubert und Benjamin Raschke auf ihrem Tandem 500 Kilometer zurücklegen.