(mla) Am Sonntagabend brannte ein Container in Spremberg, am Montagabend schon wieder. Mittlerweile bereits der 17. Brand in Serie, die vor mehr als einem Monat begann. In Flammen standen Altpapier-Container in der Waldstraße am Sonntag, in der Pfortenstraße und Kirchgasse am Montagabend und nach Mitternacht eine blaue Tonne in der Paul-Thomas-Straße. Ein aufmerksamer Mieter schob das Behältnis von der Fassade eines Mehrfamilienhauses weg und verhinderte so mögliche Beschädigungen. am Montag. Zurück blieben zerstörte Container. Dem raschen Eintreffen von Feuerwehr und aufmerksamen Anwohnern ist es zu verdanken, dass es „nur“ bei abgebrannten Tonnen blieb. Mittlerweile schon der dritte Einsatz in der Waldstraße am Krankenhaus und der vierte binnen weniger Tage. Von dem Täter fehlt noch immer jede Spur.

Beim Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Landkreises Spree-Neiße (ASPN) verfolgt man derweil die Brandserie mit einem gewissen Groll. Kein Wunder, schließlich muss der Betrieb mit jedem niedergebrannten Container für Ersatz sorgen. Doch den Nachschub einzustellen kommt für den ASPN nicht infrage. „Wir sind geradezu dazu verpflichtet, zeitnah neue Tonnen oder Container aufzustellen“, erklärt Susanne Neuer, Werkleiterin der Abfallwirtschaft. Aus Gründen der Hygiene und der Sicherheit sei man auf kommunaler Ebene dazu angehalten. Zudem sorgt jeder weitere Brand für eine logistische Mehrarbeit (die RUNDSCHAU berichtete).

Gleichwohl hofft man bei der Abfallwirtschaft, dass die Polizei den Täter oder die Täter rasch ergreife, bevor Schlimmeres geschehe. Wie schnell es kritisch werden kann, weiß Susanne Neuer noch sehr genau. „Vor einiger Zeit sind die Flammen einer brennenden Tonne auf eine Hausverkleidung ‚übergesprungen’, die dann auch in Brand geriet und was sehr schlimm hätte Enden können.“ Zu Schaden sei damals glücklicherweise niemand gekommen. Doch der ASPN muss nach eigenem Bekunden immer wieder mit Brandserien klarkommen. „Die letzte größere Serie hatten wir in Burg, aber eigentlich brennen immer wieder mal Tonnen von uns im Landkreis.“ Weniger durch heiße Asche, als vielmehr durch mutwillige und gezielte Brandstiftung, so die Werkleiterin, die den aktuellen Schaden in Summe noch nicht beziffern kann.