ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:30 Uhr

Spremberg
Nach Brandnacht hofft Polizei auf weitere Hinweise

In der Nacht zum Samstag hat es an elf Stellen in Spremberg gebrannt. Die Polizei hofft auf weitere Hinweise von Zeugen.
In der Nacht zum Samstag hat es an elf Stellen in Spremberg gebrannt. Die Polizei hofft auf weitere Hinweise von Zeugen. FOTO: Bogott Detlef
Spremberg. Es bleibt bei elf Brandorten in der Brandserie in der Nacht zum Samstag in Spremberg. „Das ist schlimm genug“, sagt Polizeisprecher Torsten Wendt. Nach dem Wochenende seien keine weiteren verrußten Fassaden und zerstörten Mülltonnen gemeldet worden.

Ein Tatverdächtiger konnte noch nicht festgenommen werden. „Die Ermittlungen und Zeugenbefragungen laufen“, sagt Torsten Wendt. Von 2 bis 6 Uhr war der Täter, waren die Täter in der Nacht zum Samstag in der Innenstadt unterwegs gewesen, um Papiercontainer und Mülltonnen in der Erwin-Strittmatter-Promenade, an der Badergasse/Ecke Seilergasse, auf dem Kirchplatz, an der Pfortenstraße, an der Ecke der Grünstraße/Waldstraße, der Lustgartenstraße und Kantstraße anzuzünden. Die Flammen griffen schnell auf Fassaden über. Eine derzeit unbewohnte Wohnung und ein Moped wurden zerstört. Eine 50-jährige Frau aus der Badergasse musste mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Schäden entstanden dem Entsorgungsunternehmen, der kommunalen Wohnungsgesellschaft, Privateigentümern von Wohnungen. „Für die Betroffenen in der Nacht war das entsetzlich. Das sind keine dummen Streiche mehr, wenn Mülltonnen an Wohnhäusern angezündet wird. Da wurde Menschenleben aufs Spiel gesetzt“, sagt Polizeisprecher Wendt. Frank Kulik, der stellvertretende Bürgermeister, spricht von Kaltblütigkeit: „Das sind richtig schwere Straftaten, wenn Menschenleben auf diese Weise gefährdet wird.“ Er ist froh, dass Bürger die Feuer rechtzeitig bemerkt haben und beherzt versuchten, größeren Schaden zu verhindern. „Auch die Feuerwehr hat die Lage schnell und richtig eingeschätzt und Kräfte nachgeordert. 37 Feuerwehrleute mit neun Fahrzeugen waren im Einsatz“, so Frank Kulik. Die Ermittlungsgruppe, die sofort nach den ersten Bränden mit Spezialisten aus Cottbus und Spremberg gebildet wurde, hofft auf weitere Hinweise aus der Bevölkerung. „Jedes kleinste Detail“, so Frank Kulik, „könnte in diesem großen Puzzle helfen.“

(bob/dbo)