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Blumenbeet-Wettstreit und Subbotnik

Für eine erfolgreiche Laga-Bewerbung am Start: Benny Blatz, Stefan Jäckel vom Berliner Landschaftsarchitekturbüro ST Raum a, Christine Grätz von der Nagola Re GmbH, Sabine Brückner vom gleichnamigen Ingenieur- und Architekturbüro, Bürgermeisterin Christine Herntier, Ronny Sembol (Nächste Generation) und Markus Füller vom Laga-Verein (v.l.n.r.)
Für eine erfolgreiche Laga-Bewerbung am Start: Benny Blatz, Stefan Jäckel vom Berliner Landschaftsarchitekturbüro ST Raum a, Christine Grätz von der Nagola Re GmbH, Sabine Brückner vom gleichnamigen Ingenieur- und Architekturbüro, Bürgermeisterin Christine Herntier, Ronny Sembol (Nächste Generation) und Markus Füller vom Laga-Verein (v.l.n.r.) FOTO: Würz
Spremberg. Spremberg ist in die heiße Phase der Bewerbung für die Landesgartenschau (Laga) 2019 gestartet. Die beauftragten Planungsbüros und das Kompetenzteam arbeiten mit Hochdruck. Die Einwohner der Stadt werden in diesem Prozess jedoch nicht außen vor gelassen. Mit vier Aktionen sollen Spremberger aller Altersgruppen für die Laga-Idee begeistert werden. Catrin Würz

Dass es die Stadt schaffen kann, eine erfolgreiche Bewerbung für die 6. Landesgartenschau im Jahr 2019 auf den Tisch zu legen - das steht für Bürgermeisterin Christine Herntier außer Frage. Seit wenigen Wochen arbeitet eine Gemeinschaft von drei Planungs- und Landschaftsbüros aus Spremberg, Berlin und Jänschwalde an einem Bewerbungskonzept mit dem Arbeitstitel "Perlen an der Spree." Das Konzept muss Ende August bei der Landesregierung vorliegen und soll letztlich die anderen beiden Bewerberstädte Beelitz und Wittstock aus dem Rennen schlagen.

Aber die Ideen für das Spremberger Bewerbungspapier sollen nicht im stillen Kämmerlein entstehen. "Vielmehr wollen wir schon im Vorfeld so viele Einwohner wie möglich einbinden und für die Idee einer Landesgartenschau gewinnen", sagt Markus Füller vom Verein zur Förderung einer Laga in Spremberg. Der Verein arbeitet seit vielen Jahren an der Verschönerung des Stadtparkes auf dem Georgen berg und hat dabei bislang gute Erfahrungen mit bürgerschaftlichem Engagement gesammelt. Jugendstil-Brunnen und neuer Sängerblick künden davon.

Nun ruft der Laga-Verein zusammen mit der Stadt zu vier großen Mitmach-Aktionen für alle Altersgruppen auf.

Unter dem Motto "Sprembergs Kinder blühen auf" soll in den nächsten Monaten zum Beispiel ein Blumenbeet-Wettstreit zwischen den Kindertagesstätten ausgetragen werden. Eine Jury mit Kindern wird im Sommer die selbst angepflanzten Blumenbeete bewerten und einen Sieger küren. An Schüler richtet sich dagegen ein Malwettbewerb, bei dem Blumenmotive und Blühendes in der Stadt eine Rolle spielen sollen. "Die schönsten Zeichnungen und die Fotos von den Blumenbeeten der Kitas werden wir in einem Kalender für 2016 veröffentlichen", ergänzt Markus Füller.

Bei einem Bürgerforum zur Stadtentwicklung "Spremberg 2020" am 12. Mai können Einwohner ihre Gedanken, Wünsche und Vorschläge für die weitere Entwicklung in ihrer Heimatstadt vortragen. Schließlich soll mit der Landesgartenschau 2019 Spremberg nicht nur für ein halbes Jahr zum Blühen gebracht werden, sondern die Stadtentwicklung soll grundsätzlich befördert werden. "Diesen Aspekt der Nachhaltigkeit haben wir bei unseren Planungen ganz besonders im Blick", betont Sabine Brückner, Chefin des Ingenieur- und Architekturbüros Brückner aus Spremberg, das die Laga-Bewerbung federführend erarbeiten wird.

"Die Perle putzt sich raus" wird das Motto eines stadtweiten Arbeitseinsatzes am 1. Mai sein. Die Idee dazu hatte bereits vor einem Jahr die damals neu gegründete Wählergruppe "Die nächste Generation". In diesem Jahr wird dieser "Subbotnik" am Feiertag nun in den breiteren Kontext der Laga-Bewerbung gestellt. "Alle Spremberger sind aufgerufen mitzuhelfen, bestimmte Plätze in der Stadt wieder auf Vordermann zu bringen. Das wird unserer Stadt gut zu Gesicht stehen", sagt Benny Blatz, Fraktionschef der "Nächsten Generation". An insgesamt vier Plätzen (siehe Kasten) können die Spremberger am 1. Mai ab 10 Uhr mit Besen, Harke oder Farbpinsel zur Tat schreiten.

Zum Thema:
- Spielplatz auf dem Adolf-Damaschke-Platz: Angeführt von "Der nächsten Generation" werden die Spielgeräte neu gestrichen.- Skaterpark am Pfortenplatz: Bergschlösschen und ASF laden vor allem junge Leute zur Säuberungsaktion. - Stadtpark Georgenberg: Der Laga-Verein ist am Jugendstilbrunnen und dem Sängerblick im Einsatz. - Kreisverkehr Schomberg: Auf dem Areal sorgt die Bürgerinitiative SPB für Ordnung. Helfer sind überall herzlich willkommen.