ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:13 Uhr

Spremberg
Erdgas-Motor und Bismarckturm

Dieter Faschin (2. v. r.) von den Städtischen Werken erklärt das Blockheizkraftwerk an der Kirschallee.
Dieter Faschin (2. v. r.) von den Städtischen Werken erklärt das Blockheizkraftwerk an der Kirschallee. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit
Spremberg. Georgenberg stand im Mittelpunkt am Tag der Städtebauförderung in Spremberg.

Laut brummt der Gas-Otto-Motor im Blockheitzkraftwerk Georgenberg. Dieter Faschin von den Städtischen Werken hat mit seinen Kollegen die Abdeckung geöffnet. So ein kleiner Motor hält die umliegenden Gebäude warm? Und Strom wird auch noch ins Netz eingespeist? Der Tag der Städtbauförderung gestattet Einblicke in geförderte Projekte. Zum zweiten Mal beteiligt sich Spremberg am bundesweiten Tag. „Gesundes Leben in Spremberg“ ist diesmal das Motto und vereint Aktionen am Heizkraftwerk und im Stadtpark. Im Jahr 1991, daran erinnert Bürgermeisterin Christine Herntier in ihrer Eröffnungsrede, entstand der Sanierungsraum „Spreeinsel“, 1999 wurde der „Erweiterte Stadtkern“ festgesteckt, seit 2002 bekommt Spremberg Fördermittel aus dem Stadtumbauprogramm. Stadtplanerin Claudia Wolf ist froh, den Bürgern Räume öffnen zu können, die sonst bestenfalls als Pläne auf dem Tisch der Stadtverordneten landen.

2016/2017 haben die Städtischen Werke das alte Gasheizwerk an der Kirschallee zum modernen Blockheizkraftwerk umgebaut. Möglich machte dies das „Integrierte Klimaschutzkonzept für den Teilraum Georgenberg“, mit dem die deutschen Klimatschutzziele auch in Spremberg umgesetzt werden sollen. Mit den Städtischen Werken und den Wohnungsgesellschaften SWG und GeWoBa hatte die Stadt 2013 das Konzept erarbeitet. Nicht mehr nur die Förderschule, die Kita und das Fitnesscenter in der ehemaligen Georgenbergschule versorgt es mit Wärme, sondern nun auch Wohnungen am Bahnhofsvorplatz. Physiklehrer könnten hier ganz praktisch die Kraft-Wärme-Kopplung erklären, die Gewinnung von Elektroenergie, die Nutzung der Abwärme. Mit Erdgas treiben die Städtischen Werke den Motor an. Die Abwärme der Stromerzeugung wird fürs Heizen genutzt. Die elektrische Leistung liegt bei 140 Kilowatt, die thermische Leistung bei 207 Kilowatt.

Wer Lust hatte, konnte die kleine Steigung der Kirschallee hin zum Stadtpark am Samstag mit dem E-Bike oder einem Laufband auf zwei Rädern bewältigen. Udo Fiebiger hatte die Zweiräder zur Verfügung gestellt. Mutige wie Reinhard Thun testeten sie. Ulf Michalla war in seine Rolle als Stadtschreiber geschlüpft, und erzählte in seiner Stadtparkführung, welche Denkmale hier standen, stehen und wieder aufgestellt werden sollen. Marco Wentworth von der Touristinformation der Spremberger Land GmbH versorgte die Neugierigen mit Informationsmaterial zu Spremberg und zur Region. Die Tür des Bismarckturms war weit geöffnet. Von seiner Plattform aus ließen sich mehrere Vorhaben, die mit dem Programm „Zukunft Stadtgrün“ umgesetzt werden sollen, erläutern: Der Festplatz neben der sanierten Freilichtbühne, die rutschenden Hänge hin zur Bahnhofstraße und der Schwanenteich, wo das Grün neu geordnete werden muss. Nebenbei entdeckten Doritha Drews, Sachgebietsleiterin für Tiefbau und Grünwesen, und Türmer Jürgen Köhler, dass der 5. Mai für den Bismarckturm eine besondere Bedeutung hat. Im Jahr 2012 war genau an diesem Tag der Turm nach seiner Sanierung wieder eröffnet worden.

Tag der Städtebauförderung in Spremberg: Udo Fiebiger mit dem Laufband auf Rädern vorm Bismarckturm
Tag der Städtebauförderung in Spremberg: Udo Fiebiger mit dem Laufband auf Rädern vorm Bismarckturm FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit