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| 19:10 Uhr

Welzow
Volles Haus zum Blasmusikfest der „Lausitzer Blasmusikanten“

Die Tanzfläche war im Kulturhaus in Welzow zum dritten Blasmusikfest am Samstagnachmittag immer belegt.
Die Tanzfläche war im Kulturhaus in Welzow zum dritten Blasmusikfest am Samstagnachmittag immer belegt. FOTO: Arlt Martina
Welzow. Mehr als 200 Besucher kommen zur dritten Auflage des Musikfestes ins Kulturhaus – demnächst sind sie wieder in Zeißig zu erleben.

Viele Menschen lieben Blasmusik. Das zeigte am Samstag wieder einmal das Blasmusikfest in Welzow. Die „Lausitzer Blasmusikanten“ unter Leitung von Jürgen Gebauer luden zum dritten Mal ein und lockten Fans aus allen Himmelsrichtungen an. Zwei Stunden vor Beginn der Veranstaltung bildete sich bereits eine lange Schlange vor dem Kulturhaus. 230 Gäste feierten und hatten Tanzlaune im Gepäck.

Einladen hatten sich die Gastgeber musikalische Unterstützung zur Mitgestaltung des Nachmittags: Das „Orchester Lausitzer Braunkohle Hoyerswerda“ war dieses Mal in kleiner Besetzung mit den „Bergbaumusikanten“ vertreten. Die Musik animierte einfach die Gäste und schon bald füllte sich die Tanzfläche vor der Bühne im Kulturhaus.

„Ich erinnere mich noch, als wir unser 30. Jubiläum in der Goethe-Schule feierten. Wir wurden immer weniger Musikanten. Wir spielten zwar immer aktiv, doch wir wollten keine große Feste mehr machen. 2016 entschieden wir uns, doch unser 45-jähriges Bestehen größer im Excursio zu feiern. Dort kamen 300 Gäste und es war ein voller Erfolg“, erzählt Jürgen Gebauer (55), der seit 1973 diesen Musikanten angehört und selbst auf der Bühne Baritonhorn spielt. Die „Lausitzer Blasmusikanten“ fassten sozusagen Mut und luden im vergangenen Jahr erstmals ins Welzower Kulturhaus ein. Die Fans von Blasmusik sind ja meist ältere Menschen und Jürgen Gebauer weiß genau: „Die Senioren möchten nachmittags feiern und abends wieder zu Hause sein. Das haben wir bei unseren Veranstaltungen schon herausgefunden. So ist die beste Zeit für dieses Fest eben am Nachmittag. Sie können leckeren Kuchen probieren und Kaffee trinken, natürlich auch ein Bierchen oder Gläschen Wein genießen.“

Der Musikverein Welzow „Lausitzer Blasmusikanten“ hat mehr als 70 Titel in der Notenmappe und spielt überwiegend böhmische und mährische Blasmusik. Sie absolvieren jährlich mehr als 25 Auftritte in der Region. Ihr Erkennungszeichen ist der blau-weiße Barkas B 1000 (Baujahr 1971) mit dem sie übers Land touren.

Gern singen auch Klaus Jäckel und seine Schwester Annette Schneider zu verschiedenen Titeln der Blasmusik. Annette Schneider ist Musiklehrerin, spielt Akkordeon und Schlagzeug und ist seit Jahren sehr eng mit den „Lausitzer Blasmusikanten“ verbunden. „Wir haben große Nachwuchsprobleme, wie viele Vereine. Der jüngste Mitstreiter ist Steffen Gebauer mit 30 Jahren. Es wäre schön, wenn sich vielleicht der eine oder andere junge Musikant zu uns gesellen würde. Wir sind auch oft zu Zampertouren im Spreewald unterwegs, begleiten Trachtenumzüge oder spielen auf Wunsch Geburtstagsständchen oder zu Tanzabenden“, sagt Klaus Jäckel.

Am 26. Mai sind die „Lausitzer Blasmusikanten“ im „Grünen Kranz“ in Zeißig bei Hoyerswerda  im Rahmen eines Trachtenballs ab 19 Uhr zu erleben.

(mat)