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Blättern in der Geschichte der Fleischerei

Das Ehepaar Ingrid und Werner Kadach (Mitte) erzählte aus der 171-jährigen Geschichte der Fleischerei und brachte Fotoalben mit.
Das Ehepaar Ingrid und Werner Kadach (Mitte) erzählte aus der 171-jährigen Geschichte der Fleischerei und brachte Fotoalben mit. FOTO: Martina Arlt/mat1
Spremberg. Am Montag waren Ingrid und Werner Kadach als Seniorchefs der traditionsreichen Fleischerei Gast der 55 plus-Veranstaltungsreihe. Immerhin besteht das Unternehmen seit 171 Jahren und wird nun in fünfter Generation von Beate und Per Kadach mit acht Filialen in der Region weitergeführt. mat1

Es flimmerten am Montag viele historische Bilder über die Leinwand, Fotoalben wurden herumgereicht und natürlich auch Häppchen zum Probieren angeboten.

Die Gesprächsrunden mit durchschnittlich etwa 20 Teilnehmern sind fester Bestandteil einer Reihe der Initiative 55 plus, zu der auch der "Literatursalon" im Kontaktcafé gehört.

"Diese gemeinsamen Treffen mit entsprechenden Vorträgen sind für Senioren auch sehr wichtig, um den Geist im Alter fit zu halten", erklärt Mitorganisatorin Barbara Franke. "So werden wir uns schon bald wieder mit Birgit Kamenz, Günter Schimmack, Marina Brauner und Sabine Rakel Gedanken machen, wie unser Veranstaltungsplan für 2018 aussehen soll." Für die 74-jährige ehemalige Deutschlehrerin gehört Literatur zu ihrem Lebenselixier. "Regionale Themen, traditionelle Unternehmen und auch aktuelle Dinge aus der Politik und Wirtschaft der Stadt sind für uns von großem Interesse. So werden wir auch in einigen Wochen unsere Bürgermeisterin Christine Herntier zu Gast haben", weist Barbara Franke schon auf eine der kommenden Veranstaltungen im Rahmen der Reihe hin.

Der Literatursalon ist schon in der nächsten Woche wieder geöffnet. Am 28. Juni um 14 Uhr sind die Besucher zu einem literarischen Nachmittag "Wir lieben euch doch alle!" eingeladen, wo unter anderem Texte von - Tucholsky, Kästner und Weinert gelesen werden.

Seit sechs Jahren gibt es im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes "Bildungszentrum Spremberg 55+" die Nachmittage, die auch immer wieder auf den Spuren der Heimatgeschichte wandeln. Im Falle der Spremberger Fleischerei Kadach wurden Stadtgeschichte und Wirtschaft nahezu nebenbei miteinander verwoben.