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| 02:47 Uhr

Bildliche Raritäten aus Kindheitstagen ausgegraben

Als Highlight des Tages galt die Fotogalerie mit vielen interessanten Aufnahmen mit Einwohnern von Klein Buckow.
Als Highlight des Tages galt die Fotogalerie mit vielen interessanten Aufnahmen mit Einwohnern von Klein Buckow. FOTO: mat1
Spremberg. Für die Umsiedler von Klein Buckow war der vergangene Samstag wieder ein ganz besonderer Tag. Denn die "Ehemaligen" aus dem abgebaggerten Ort versammelten sich traditionell zu ihrem "Wintertreffen" in der Astrid-Lindgren-Grundschule in Spremberg auf dem Schomberg. mat1

Mehr als 200 Einwohner mussten 1986 ihre Heimat in Klein Buckow verlassen.

Doch auch nach drei Jahrzehnten haben sich die Dorfbewohner nicht aus den Augen verloren.

Es gründete sich vor 19 Jahren eine Interessengemeinschaft mit zehn aktiven Leuten. Unter Leitung von Ines Betker sind sie immer wieder bemüht, interessante Treffen für die Einwohner zu organisieren. Am Samstagnachmittag galt wohl zur Veranstaltungsreihe "Klein Buckower Geschichten" die Bildergalerie mit der Überschrift: Wer ist das? als Highlight des Tages. Diese bildlichen Raritäten trugen die Klein Buckower zusammen.

Sie standen mit Zettel und Stift vor den Tafeln, um die 15 Bilder im Rahmen einer Quiz-Runde richtig zu erkennen. Darauf waren Personen aus dem Ort zu finden, die aus der Kindheit stammten.

Immer wieder gern lesen die Umsiedler aus der Chronik von Georg Rothe. Diesen Part übernahm am Samstag Heike Schulze. Er fasste einmal die Geschehnisse des Ortes zwischen 1957 und 1970 zusammen. "Georg Rothe ist heute bereits 90 Jahre alt. Er war der ehemalige Schuldirektor vom Schulkombinat Radeweise. Er schrieb uns einen sehr netten Brief. Doch heute wählten wir aus seinen Aufzeichnungen das Jahr 1960 aus, als Klein Buckow vollgenossenschaftlich wurde, als sich die LPGs gründeten", so Ines Betker.

Der heute 81-jährige Hans Christange setzte noch einen drauf und berichtete aus seinem Projekt zu den verwandtschaftlichen Beziehungen in Klein Buckow. "Mit diesem Thema beschäftigte ich mich drei Jahre. Fest steht, der Name Noack war in Klein Buckow sehr verbreitet. Dazu können heute auch Familien berichten, um das eine oder andere Detail noch zu erforschen", so Hans Christange.

Ines Betker machte zu diesem gemütlichen Treffen am Samstag darauf aufmerksam, dass das Rezeptbuch mit den Lieblingsrezepten der Klein Buckower in Arbeit ist. So soll das Buch Ende April/Anfang Mai erscheinen. Dafür wird der Verkaufstermin zum Steinfest am 18. Juni am Klein Buck'schen Domizil anvisiert.