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Betrüger drohen 85-jähriger Friedrichshainerin mit Haft

Friedrichshain. Post von der "Oberstaatsanwaltschaft Frankfurt/Main" erschreckt seit einigen Tagen vor allem ältere Menschen in der Region. Auch eine 85-jährige Friedrichshainerin traute ihren Augen nicht, als sie unter dem vermeintlich gerichtlichen Briefkopf erklärt bekam, dass sie Schulden von 18 000 Euro habe. Annett Igel-Allzeit

Zahle sie nicht bis zum 28. September, müsse sie sich zu einer Ersatzhaft in Frankfurt am Main einfinden. Über 600 Tage Haft wären das gewesen, hat Schwager Walter Skowronski errechnet und versucht, die Dame zu beruhigen. Wie Polizeisprecher Ralph Meier bestätigt, hatte bereits am Dienstag eine Peitzerin die Polizei über solch einen Brief informiert und Anzeige erstattet. Von Ihr hatten die mutmaßlichen Betrüger 16 000 Euro gefordert. Meier rät zur Ruhe. "Immer wieder versuchen Betrüger, sich mit wundersamen Geschichten und unter verschiedenen Legenden Geld von älteren Menschen zu erlangen. Auch in diesem Fall - das wissen wir von allen, die bisher Anzeige erstattet haben - sind wieder viele Senioren betroffen. Dabei geben sich die Betrüger gern als Amtspersonen wie Staatsanwalt und Richter aus." Kontakttelefonnummern und Hinweise gibt es auf der Internetseite der Brandenburger Polizei unter

www.polizei.brandenburg.de