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Beschuldigter fehlt erneut bei Termin am Landgericht

Spremberg/Cottbus. Zum zweiten Mal ist ein Spremberger Beschuldigte einem Verfahren vor dem Landgericht in Cottbus ferngeblieben. Die Staatsanwaltschaft beantragte, den 33-jährigen Mann in der Psychiatrie unterzubringen. René Wappler

Sie geht davon aus, dass er an einer Krankheit leidet und im Zustand der Schuldunfähigkeit gehandelt hat. Da er am Mittwoch jedoch nicht im Landgericht erschien, bleibt diese Frage vorerst ungeklärt: Die Vorwürfe gegen ihn reichen von Körperverletzung über versuchten Raub und Diebstahl bis zur Sachbeschädigung.

Nach Angaben des Landgerichts scheiterten mehrere Versuche, ihm die Ladung zuzustellen. Er habe die Flucht ergriffen, sobald er die Polizeibeamten erblickte. Vor einer Woche erhielt der Beschuldigte das Schreiben persönlich, erklärte jedoch daraufhin: Er sei sich keiner Schuld bewusst und werde deshalb nicht zur Verhandlung kommen.

Zum nächsten Termin wird die Polizei den Mann vorführen. Dieser Schritt wird erst jetzt möglich, da ihm nun die Ladung ordnungsgemäß zugestellt wurde.

Zwar hatte der Staatsanwalt schon im Juli vorgeschlagen, den Beschuldigten zum neuen Termin gleich von der Polizei begleiten zu lassen. Darüber beriet das Gericht am Mittwoch noch einmal - mit der Aussicht, das Verfahren noch am Nachmittag im Beisein des Sprembergers fortsetzen zu können. Doch schließlich gab der Richter zu bedenken: "Er ist in Spremberg präsent, aber nicht so präsent, dass man ihn ständig antrifft." Deshalb geht das Verfahren im September weiter, mit weiteren geplanten Terminen in den folgenden Monaten. Eine schnelle Entscheidung ist demnach nicht zu erwarten.