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| 13:09 Uhr

Filmgespräch im Bergschlösschen
Berühmte Schauspielerin schwärmt von Spremberg

Carmen-Maja Antoni kommt immer wieder gern nach Spremberg.
Carmen-Maja Antoni kommt immer wieder gern nach Spremberg. FOTO: Peter Ziesche
Spremberg. Warum Carmen-Maja Antoni eine besondere Beziehung zur Region pflegt.

Gern hätte die 18-jährige Alexandra Gafke an diesem Wochenende die Schauspielerin Carmen-Maja Antoni im Bergschlösschen getroffen. Beide drehten im vergangenen Jahr gemeinsam in Spremberg den Kurzfilm „So nah, so fern“. Nun lebt Alexandra Gafke jedoch für ein halbes Jahr in Irland. „Ich bin natürlich sehr traurig, dass ich nicht dabei sein kann“, erklärt sie. Carmen-Maja Antoni ist nach ihren Worten „unglaublich wandlungsfähig“ und zugleich eine bodenständige Persönlichkeit.

Momentan arbeitet die berühmte Schauspielerin an der Verfilmung  der „Känguru-Chroniken“ des Kabarettisten Marc-Uwe Kling, bei der Daniel Levy die Regie führt. Für mehr als 130 Werke stand sie bereits vor der Kamera, zu denen „Der Vorleser“ zählt, „Das weiße Band“ und „Der Tatortreiniger“. Zu Spremberg pflegt sie inzwischen eine besondere Beziehung. „Dazu hat die Bekanntschaft mit Eva und Heinrich Strittmatter ebenso beigetragen wie der Kontakt zum literarischen Verein in Bohsdorf und zur Filmschule von Andreas Köfer“, sagt Carmen-Maja Antoni. Ebenso begeistert äußert sie sich über die Arbeit am Kurzfilm mit der Spremberger Nachwuchsregisseurin Alexandra Gafke.

In der Spremberger Innenstadt haben die Organisatoren vom Lausitziale-Verein etliche Plakate verteilt, die auf die Veranstaltung am Sonnabend hinweisen. Andreas Köfer erzählt: „Dabei sind wir auch vielen jüngeren Leuten begegnet, die Carmen-Maja Antoni aus Film und Fernsehen kennen.“ Das umfangreiche Werk der Schauspielerin habe ihm die Auswahl der Filmausschnitte für das Gespräch nicht leicht gemacht. „Sie hat ja so viel gearbeitet, auch fürs Theater, dass ich es als schwierig empfand, nur einen kleinen Ausschnitt davon herauszugreifen“, sagt Andreas Köfer.

Ähnlich äußert sich Holger Fahrland vom Lausitziale-Verein. „Carmen-Maja Antoni ist mit einer Unmenge von Filmen präsent“, stellt er fest. „Ich habe sie selbst schon zu Beginn der 80er-Jahre am Berliner Ensemble gesehen, nämlich im Ein-Personen-Stück ,Jacke wie Hose’.“ Nach vielen Jahrzehnten sei er ihr nun wieder in Spremberg begegnet, im Sommer 2018, bei den Dreharbeiten für den Film mit Alexandra Gafke.

Die Nachwuchsregisseurin, die momentan in Irland lebt, kann sich durchaus vorstellen, auch in Zukunft an Filmprojekten mitzuarbeiten. Auch beruflich sei dieses Metier „nach wie vor eine ernsthafte Option“, berichtet sie. Der Aufenthalt in Irland solle ihr dabei helfen, „den Kopf frei zu bekommen und mir über bestimmte Dinge klar zu werden, weit weg von dem gewohnten alltäglichen Stress“.

Die Veranstaltung Spremberger im Berg­schlösschen im Rahmen der „Lausitziale im Wandel“ findet am Sonnabend, 20. Oktober, um 19 Uhr statt. Carmen Maja Antoni wird dann aus ihrem Leben berichten und auch von den Dreharbeiten zu ihrem jüngsten Film erzählen. Es handelt sich um den sechsten Teil der Filmreihe mit Horst Krause, der den Titel trägt: „Krauses Hoffnung“. Der Film wird nach Angaben des RBB voraussichtlich im Jahr 2019 unter dem Motto „Endlich Freitag im Ersten“ im ARD-Fernsehen ausgestrahlt.