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Beliebte Grützwurstrallye führte nach Cottbus

Matthias Schulz von der Rennleitung des MC Spremberg gab am Samstagmorgen für die Teilnehmer den Startschuss zur Tour, die 80 bis 100 Kilometer umfasst. Sie fuhren mit abgeklebten Scheinwerfern, das ist bei einer Rallye Pflicht.
Matthias Schulz von der Rennleitung des MC Spremberg gab am Samstagmorgen für die Teilnehmer den Startschuss zur Tour, die 80 bis 100 Kilometer umfasst. Sie fuhren mit abgeklebten Scheinwerfern, das ist bei einer Rallye Pflicht. FOTO: mat1
Spremberg. Die Mitglieder des MC Spremberg haben am Wochenende zu ihrer Grützwurstrallye eingeladen. Ganz bewusst gaben sie den Teilnehmern Rätsel auf. Martina Arlt / mat1

Matthias Schulz vom MC Spremberg geht davon aus, dass die Idee der Grützwurstrallye Rainer Schötz stammt. "Ein Spremberger Fleischer versprach, für jeden Teilnehmer eine Grützwurst zu spendieren. So entstand diese Veranstaltungsreihe der Grützwurstrallye, die noch heute nach mehr als drei Jahrzehnten sehr beliebt ist", erklärt Matthias Schulz.

Dabei werden immer interessante Ziele ausgewählt, zum Teil Sehenswürdigkeiten, deren jeweiliger Name von den Teilnehmern herausgefunden werden muss. Nachdem sich die Rallye-Freunde bei einem gemeinsamen Frühstück in den Clubräumen am frühen Morgen gestärkt hatten, war Köpfchen gefragt. Denn die fast 100 Kilometer lange Strecke steckte voller Rätsel. Es wurde Neuland betreten, es ging in Richtung Cottbus. Die Tour mit einer Dauer von mindestens fünf Stunden stellten Claudia und Matthias Schulz von der Rennleitung zusammen. Jedes Fahrzeug wurde mit einem Kuvert ausgestattet, das die Tour in Rätseln und eine Fahrerkarte beinhaltete. Von jeder Besatzung musste die Tour selbst zusammengestellt werden. Wenn bei einer Besatzung unterwegs "nichts mehr ging", stand Matthias Schulz für einen Rallye-Notruf bereit.

Bevor das Ereignis jedoch stattfand, traf sich Lennert Piltz mit einer fünfköpfigen Crew am Vorabend zur Warm-Up-Party in Groß Luja. "Dort wird per Los entschieden, wer zur Rallye den Kraftfahrer machen muss", sagt Lennert Piltz. "Dieser Posten ist an diesem Tag natürlich nicht so heiß begehrt. In diesem Jahr traf es Karsten Zenker."

19 Autobesatzungen, drei Motorräder und zwei Kinderbusse gingen auf Tour. Das waren insgesamt 68 Teilnehmer. 25 Helfer vom Club waren an den Stationen verteilt, um die Spaß-Tour abzusichern. Als ältester Teilnehmer startete in diesem Jahr Heinz Bubner (71) mit seinem Trabant-Kübel. Als erstes Gefährt rollten jedoch die "heißen Omas" mit Andrea Regulin und Iris Schellnock an den Start. Navigationssysteme oder Suche per Google im Fahrzeug waren natürlich nicht erlaubt. Mit einem Fahnenschwenk im Dreiminutentakt schickte Matthias Schulz die Teilnehmer auf die Strecke.

In diesem Jahr führte die erste Station zum Spremberger Fitness-Studio, zur Lutz-Thormann-Siedlung. Dort wurden die Fahrer bereits von Birgit Fritzsche zum Frühsport erwartet. Die Reise ging weiter zur Waldhütte am Stausee, mit der Aufgabe, Rikscha zu fahren. Die weiteren Ziele waren der Sportpark Cottbus sowie die Getränkefirma Liefer-Bar, wo es galt, Bierkästen horizontal zu stapeln. Zu den markanten Punkten gehörten außerdem die Oberkirche in Cottbus sowie ein Zwischenstopp beim Sportfreund Hubertus Weber in Sielow, wo Geschicklichkeit gefragt war. Bevor jedoch nach mehrstündiger Fahrt die Grützwurst im Bürgerhaus Groß Gaglow serviert wurde, gehörten zum weiteren Tourenplan das Flugplatzmuseum Cottbus, ein Kolkwitzer Reifenhändler sowie das Bunkermuseum.

Am Abend wurden die Sieger im Club-Domizil in Spremberg geehrt. Aber auch der Letzte im Ziel wurde mit einer roten Laterne "belohnt" und gefeiert.