| 17:23 Uhr

Veranstaltung
Gute Tat zum Abpaddeln

„Lange Kerls“ in Aktion - beim Pflanzen der Platane am Samstagnachmittag auf dem Gelände der Kanuten an der Spree. Auf dem Foto sind Thomas Spreyz (l.) und Carsten Zimmermann (r.) zu sehen.
„Lange Kerls“ in Aktion - beim Pflanzen der Platane am Samstagnachmittag auf dem Gelände der Kanuten an der Spree. Auf dem Foto sind Thomas Spreyz (l.) und Carsten Zimmermann (r.) zu sehen. FOTO: Martina Arlt / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Spremberg. „Lange Kerls“ pflanzten am Spremberger Bootshaus eine Platane. Landesstützpunkt bestätigt.

Ist die Saison der Spremberger Kanuten beendet, dann laden sie offiziell zum „Abpaddeln“ ein. So versammelten sich am Samstagnachmittag die Freunde des Wassersports am Bootshaus, um die Sommersaison sozusagen zu verabschieden. Doch in diesem Jahr ließen sich die „Langen Kerls“, die alle mit dem Kanusport der SG Einheit verbunden sind, eine besondere gute Tat einfallen. Sie pflanzten auf ihrem Vereinsgelände an der Spree in feierlicher Form eine Platane. Diese Idee lieferten die Kanufreunde Hans-Joachim Biehn und Carsten Zimmermann.

Christian Golnik von der Gärtnerei hatte eine Platane ausgewählt, die nun am Samstag von Carsten Zimmermann und Thomas Spreyz gepflanzt wurde. „Wir haben hier an der Spree am Bootshaus so viel Altbestand von Bäumen, dass immer wieder einmal einer gefällt werden muss. Wir müssen an die Zukunft denken und so gab es schon in den vergangenen Jahren immer wieder einen besonderen Anlass, einen neuen Baum anzupflanzen“, berichtet Susann Wende, die seit 2008 die Leitung der Abteilung Kanuten inne hat. „Es wurden schon Buchen und Platanen in die Erde gebracht und heute nun wieder eine Platane. Diesen Baum spendierten die Langen Kerls.“

Aus diesem Grund war auch dieses farbenfrohe Aufgebot der Langen Kerls, die sich vor 22 Jahren gründeten, zum Abpaddeln zu erleben. Sie nutzte auch gleich den Tag, um besondere Kanufreunde zu ehren. Dazu gehörten Anne Zweig, Johanna Lischke, Jonas Schmitt, Patricia Schwarz, Maurice Dolezel und Isabell Franz (weitere siehe Kasten). Diese Kanufreunde wurden zu einer Kaffeerunde am Stammtisch im Bootshaus eingeladen.

Mit großer Freude konnte Susann Wende auch am Samstagnachmittag verkünden, dass Spremberg wieder für die nächsten vier Jahre als Landesstützpunkt im Kanurennsport bestätigt wurde. So können die Spremberger auch künftig auf Unterstützung ihrer Sportart bauen.

Denn viele erfolgreiche Sportler sind bereits aus dem Spremberger Verein hervorgegangen. Als erfolgreichste Sportler derzeit gelten die Weltmeister  Stefan Kiraj und Peter Kretschmer.

Auch bauliche Fortschritte gibt es im Vereinsleben zu berichten. Denn neben dem Vereinsgelände an der Spree in Spremberg gehört den Kanuten noch ein Objekt am Stausee, das sie nun wieder aktivieren. „Zum Glück gibt es wieder Wasser im Stausee, das war vier Jahre nicht so. Dadurch hatte unsere Wettkampfstätte, die bereits in den 70er-Jahren erbaut wurde, an diesem Standort schon sehr gelitten“, sagt Susann Wende.

„Doch einige Kanufreunde leisteten dort zahlreiche Stunden, um die Fertigstellung des Anlegers am Stausee vorzunehmen. Nun kann unser Training dort wieder in Angriff genommen werden und 2018 soll es wieder besonders aktiviert werden.“ Hobbymäßig besitzen die Spremberger Kanuten auch sechs Stand-Up-Paddling-Boards, die sie gern in der Freizeit auf dem Wasser ausprobieren.

Unweit des Spremberger Bootshauses wurde in diesen Tagen die Brücke-Wendenstraße abgerissen. Der Ersatzneubau soll in neun Monaten fertiggestellt werden. Doch für die Kanuten gibt es keine Beeinträchtigungen — der Wasserspiegel wird nicht gesenkt.

Die Kanuten gehören zur SG Einheit Spremberg und gründeten sich vor 97 Jahren. Weitere Abteilungen sind Turnen und Tennis. Insgesamt zählt die SG 596 Mitglieder, allein die Kanuten 251. Die jüngste Kanugruppe ist erst drei bis sechs Jahre alt und wird von Göran Winter trainiert. Als ältestes Mitglied ist Charlotte Golnik mit 89 Jahren im Verein.

Trainiert werden die Rennsport-, Slalom- und Wasserwanderfreunde von Berit Klaua, Armin Kießlich und Tobias Rau. Zwischen der Hamburger-Rieger Papierfabrik und den Kanuten besteht ein Kooperationsvertrag.

Am 11. November laden die Kanuten wieder zu ihrem traditionellen Karnevalsauftakt im Gasthof „Georgenberg“ ein.

(mat)