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| 14:58 Uhr

24-Stunden-Schwimmen Spremberg
Schwimmen, bis es im Ohr rauscht

 Auf neun Bahnen wurde beim 24-Stunden-Schwimmen in Spremberg gekämpft.
Auf neun Bahnen wurde beim 24-Stunden-Schwimmen in Spremberg gekämpft. FOTO: Detlef Bogott
Spremberg. 24 Stunden ist im Freibad im Kochsagrund wieder eifrig geschwommen und gezählt worden. 324 Teilnehmer haben 2369,7 Kilometer geschafft.   Von Annett Igel-Allzeit

Sprembergs Feuerwehr hat am Wochenende beim 24-Stunden-Schwimmen bewiesen, dass sie sportlich topfit ist: Mit Unterstützung der Feuerwehr aus dem polnischen Dlugie wurden 57 Sportler auf die Bahnen geschickt. Die Feuerwehr gewann damit den Pokal für die Mannschaft mit den meisten Teilnehmern vor der Wasserwacht Spremberg (45) und den Freitaler Seepferdchen (22). Auch in der Streckenwertung der Teams kämpfte sich die Feuerwehr mit 101,6 Kilometer auf Platz 5 – vor sich und auch hinter sich nur Teams, die als Wasserwachtler oder Schwimmvereine fleißiger trainieren können. Der KSC Strausberg konnten sich mit 170,5 Kilometern in der Streckenwertung Platz 1 vor den Frei­taler Seepferdchen (150,7 Kilometer) und der Wasserwacht Rebesgrün (133,7 Kilometer) sichern

Die Stimmung blieb durchweg gut. Auch die Fairness lobten viele: Eva Bobrich, 40-jährige Unfallchirurgin aus Berlin, die mit 55 000 die meisten Meter geschafft hat, bedankte sich mit dem Pokal im Arm ausdrücklich bei allen Schwimmern der Bahn 5, die ihr bei der Wende am Beckenrand oft den Vortritt ließen. „So kam ich gut und schnell durch“, sagte sie konnte ihren Rekord von 50 000 Metern vom Vorjahr in der ewigen Bestenliste der Frauen um fünf Kilometer verbessern.

Die Kampfrichter hatten in den ersten Stunden mit der Sonne zu kämpfen, reagierten trotz der vielen Striche, die sie zu machen hatten, freundlich auf Fragen und verrutschte Badekappen. Die Versorgung klappte prima, perfekt waren nicht nur die Frühstückseier und warmen Brötchen. Veranstaltungsorganisator Peter Reininger mit seinem Team von der Spremberger Wasserwacht hatte optimales Wetter erwischt. Denn nach dem heißen Samstag blieb das Wasser bis Mitternacht relativ warm. Nur der graue Morgen ließ die Wassertemperaturen nach der Nacht nicht so schnell wieder ansteigen. Als der Regen in der letzten Stunde zwischen 11 und 12 Uhr kam, kochte es trotzdem im Becken. Viele Schwimmer gaben noch einmal ihr Bestes. Die Vereine rollten am Beckenrand ihre Fahnen und Spruchbänder auf, um die Sportler anzuspornen. Und die Samba-Band „com gosto“ der Musik- und Kunstschule Spree-Neiße trommelte so, dass es die Schwimmer sogar unter Wasser spürten.

Neu unter den Mannschaften war die Wasserwacht Obercunnersdorf: mit 20 Schwimmern reisten sie an und schafften mit 133,7 Kilometern einen Achtungserfolg in der Mannschaftswertung. Die Wasserwacht Leipzig Stadt hatte ein kleines Schnupperteam geschickt, konnte aber bereits mit Einzelleistungen überzeugen; Clara Gohlicke und Martin Naumann gewannen in der AK 25. Weniger geworden sind Freizeitschwimmer-Mannschaften – weder Krankenhaus, noch Kinderheim Schwarze Pumpe noch Gymnasium waren als Mannschaften dabei. Zehn Teilnehmer muss eine Mannschaft mindestens haben.

Als ältester Schwimmer wurde in diesem Jahr Klaus Panoscha gefeiert. Mit seinen 83 Jahren ist er für die Spremberger Feuerwehr 200 Meter geschwommen. Die älteste Schwimmerin, die 76-jährige Ursula Kottwitz, schaffte 1000 Meter. Die jüngsten Schwimmer waren mit fünf Lenzen Tim Koall und Hanna Opitz. Mit dem Pokal für die weiteste Anreise wurde Manfred Kießling (61) aus der Gemeinde Korb in Württemberg überrascht. Das  Spremberger 24-Stunden-Schwimmen war das 137. 24-Stunden-Schwimmen, an dem er teilnahm.

 Auf neun Bahnen wurde beim 24-Stunden-Schwimmen in Spremberg gekämpft.
Auf neun Bahnen wurde beim 24-Stunden-Schwimmen in Spremberg gekämpft. FOTO: Detlef Bogott