(ani) Wenn Kuffels in Sprembergs Innenstadt fahren und die gepflegten Rosenrabatten an den Kreisverkehren sehen, tut ihnen das weh. Denn die Rosenbeete in ihrem Bergmannsweg werden seit Jahren von der Grünpflege vergessen. Sämtliche Bewohner der Straße trauern inzwischen den Zeiten hinterher, in denen eine Gartenbaufirma aus Sellessen die Anlagen pflegte. „Die Rosen wurde fachgerecht geschnitten, das Unkraut beseitigt. Doch dann hat die Stadtverwaltung die Pflege im Bergmannsweg neu ausgeschrieben“, schildert Klaus Kuffel. Eine Cottbuser Firma übernahm und der Ärger begann.

Wie Doritha Drews, verantwortlich fürs Grünwesen in Spremberg, bereits 2018 gegenüber dem Bauausschuss erklärte, gab es Probleme mit der Cottbuser Firma. Doch da der Vertrag Ende 2018 auslaufen sollte, hoffte sie auf einen besseren Partner. Es ist für die Verwaltung schwierig geworden, Grünpflegefirmen zu finden. Wie Betriebshofleiter René Moch vor wenigen Wochen bestätigte, gehört der Bergmannsweg nun zum Bereich des Betriebshofes. Am Freitag aber erklärte sein Stellvertreter, es soll doch eine Pflegefirma zuständig sein. Wuchert das Unkraut, weil die Zuständigkeit nicht geklärt ist?

Mehr Leute für den Betriebshof einzustellen, soll den Stadtverordneten vorgeschlagen werden. Aber wegen des Sparzwangs und des Doppelhaushalts sei das bestenfalls mittelfristig machbar, sagt Baufachbereichsleiter Gerd Schmiedel. Über mehrere Wochen musste Moch Mitarbeiter zum Gießen der Jungbäume einstellen. Nun naht das Heimatfest, wo das Augenmerk auf der Innenstadt und die Stadteinfahren liegt. Der Bergmannsweg kurz vor der komplett gesperrten Pulsberger Brücke bleibt da liegen. Die Anwohner im Bergmannsweg haben inzwischen Probleme mit der Sicht, wenn sie aus ihren Grundstückseinfahrten rollen. Aufs Foto will Klaus Kuffel mit dem wuchernden Unkraut nach Zeitungsbeiträgen von 2017 und 2018 nicht mehr: „Man macht sich ja zum Affen“, sagt er und fragt: „Wissen Sie, wo die Pflege in Spremberg derzeit am besten klappt? Auf dem Waldfriedhof. Das Team, das da zuständig ist, ist auf Zack.“