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Baustart für Verwandlung des Arbeiterwohnheimes am Markt

Spremberg.. Zu den Spremberger Bürgern, die gestern Mittag den offiziellen Baustart für die Verwandlung des ehemaligen Arbeiterwohnheimes (AWH) in ein stadtbildprägendes modernes und für die Bürger offenes Haus erlebten, gehörte Dr. Jürgen Stein. Gabi Böttcher

Erst vor kurzer Zeit in die vis-a-vis liegende Jüdengasse umgezogen, interessiert ihn nun besonders, was vor seiner Haustür passiert. Mit dem Fotoapparat hielt er den historischen Moment fest, als Jürgen Schweinberger, Abteilungsleiter für Stadtentwicklung und Wohnungswesen im Brandenburger Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung, Sprembergs Bürgermeister Dr. Klaus-Peter Schulze (CDU) und Architekt Uwe Wittig die Bautafel von ihrer Verhüllung befreiten. Jürgen Stein gehört zu jenen, die zur Siegerversion des Architektenwettbewerbes stehen, er findet es gut, dass am Markt Modernes mit Altem kombiniert wird. „Jede Zeit muss ihre Ausdrucksformen haben“ , freut sich Dr. Stein auf das, was anstelle des jetzigen Hauses entstehen soll.
Architekt Uwe Wittig versicherte, das Modellvorhaben auch modellhaft zu verwirklichen - zur hundertprozentigen Zufriedenheit der Spremberger. Jürgen Schweinberger sparte nicht mit Lob für die Spremberger, die er mit ihrem Stadtentwicklungskonzept schon seit Jahren auf dem richtigen Wege sieht. Dass sie einen zweiten Wettbewerbsanlauf benötigten, um beim AWH zum Ziel zu kommen, scheint verziehen. Der Bürgermeister erkennt sogar einen Vorteil: Vor zwei Jahren hätte das Projekt aufgrund der Haushaltslage noch „wesentlich bescheidener“ ausgesehen.
Die Spuren von bisher insgesamt rund 22 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln sind in einer schmucken Spremberger Innenstadt nicht zu übersehen. Der Mann aus Potsdam hatte sein Bild davon gestern aufgefrischt, war aber auch zu immer noch vorhandenen Problemzonen geführt worden. Auch wenn Stadt, Bund und Land jetzt mit mehr als 4,4 Millionen Euro den letzten am Markt verbliebenen Schandfleck beseitigen, richtete sich der Blick so bereits auf nächste Schritte. Jürgen Schweinberger überlegte laut, wie durch ressortübergreifende Förderungen weitere Vorhaben in der Stadt unterstützt werden könnten. Der Festplatz sowie das Bildungs- und Freizeitzentrum in der Gartenstraße wären handfeste Zielobjekte. Vom „Verwalter für Stadtbaumittel“ beglückwünscht zu werden, als einzige Stadt Brandenburgs beim europäischen Ideenwettbewerb für Städtebau und Architektur „Europan“ dabei zu sein, kann sicher auch nicht schaden. Im Wettbewerb produzierte Ideen harren auf Umsetzung . . . So gesehen war der Baustart für die Umgestaltung des Arbeiterwohnheimes Etappenziel und zugleich Aufbruchsignal, die Perle der Niederlausitz weiter zu polieren.