(ani) Dass jeder Baum in Spremberg über eine Nummer registriert ist, ist Zukunftsmusik. Das bestätigt Sachgebietsleiterin Doritha Drews dem Bauausschuss, „Bei Neuanpflanzungen und Beständen auf unbebauten Grundstücken haben wir Nachholbedarf.“  Rund 25 000 Bäume stehen in Sprembergs Baumkataster – mit Ort, Zustand, Pflege. 10 000 Bäume werden von Mitarbeitern der Verwaltung kontrolliert, 15 000 Bäume von externen Baumkontrolleuren. Im Jahr 2018 gab die Stadt 140 000 Euro für Pflege und Fällungen aus. Sie hat die Verkehrssicherungspflicht.

Zur Kontrolle gehört die sorgfältige äußere Besichtigung. „Nicht alles“, so Drews, „ist von außen erkennbar. Bei Zweifeln holen wir Fachleute.“ Kontrolliert wird in Intervallen – Bäume an Straßen, Plätzen, Kitas, Sportanlagen und Schulen einmal im Jahr, die übrigen gesunden Bäume einmal in zwei bis drei Jahren. Öfter dran sind geschädigte Bäume. Sie belaubt und unbelaubt zu sehen, sei wichtig. Keine Kontroll-Intervalle gebe es für junge Anpflanzungen. „Ihre Wuchsform beobachten wir trotzdem. Die frühe Pflege der Form erhöht die Chance, dass der Baum im Alter weniger Pflege bedarf“, erklärt sie. Der Bauausschuss sorgt sich um den personellen Engpass. Ortsteil-Vertreter nehmen mit, dass sie Standorte von Problem-Bäumen genau angeben müssen. „Linde beim Bäcker“ reiche nicht. Die Stadt arbeitet mit Luftbildern.