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| 11:52 Uhr

Spremberger Märkte
Hier gibt es nur Regionales

Erster Bauernmark 2018 war nun am vergangenen Samstag auf dem Spremberger Marktplatz. Marktleiter Reinhard Zelmer (Mitte) freut sich über Angebot und Interesse. Bei Eva Metack gibt es Blechkuchen und Gemüse von zwei Höfen der Region.
Erster Bauernmark 2018 war nun am vergangenen Samstag auf dem Spremberger Marktplatz. Marktleiter Reinhard Zelmer (Mitte) freut sich über Angebot und Interesse. Bei Eva Metack gibt es Blechkuchen und Gemüse von zwei Höfen der Region. FOTO: Arlt Martina
Spremberg. Neben den zwei Wochenmärkten  gibt es nun auch wieder samstags Bauernmärkte in Spremberg. Von Martina Arlt

Seit mehr als 13 Jahren ist Reinhard Zelmer für die Märkte verantwortlich. Die Bauernmärkte finden zwischen Mai und September alle 14 Tage samstags statt. Auf dem reinen Frischemarkt werden keine Textilien angeboten. Doch zum ersten Bauernmarkt in diesem Jahr kamen nur wenige Händler, „einige sind krank“, bedauert der 60-jährige Zelmer, der stets auf der Suche nach neuen Händlern für den Spremberger Bauernmarkt ist. Er schaut sich auf Märkten in anderen Städten um und spricht mit den Händlern.

Jens Püschel aus Niesky machte am Samstag mit einem doch eher seltenen  Angebot in Spremberg Station. Der 54-jährige war früher mit einem Hähnchengrill unterwegs und bietet nun Pferdespezialitäten an. Vier bis fünf Tage ist er auf Märkten unterwegs – beispielsweise in Weißwasser, Görlitz, Cottbus oder auch Kolkwitz. In diesem Segment gibt es wenig Mitbewerber. Seit zwei Jahren kommt er ab und zu auch einmal nach Spremberg, im Angebot Ware vom Pferdefleischer aus Borna. „Besonders Pferdeknacker, -bockwurst und -schinken biete ich an. Da diese Produkte noch nicht so bekannt sind, werden sie auch gern probiert. Diese Sachen schmecken auch wirklich sehr gut.“

Auch Eva Metack war mit ihrem Kuchen- und Obststand immer wieder dicht umlagert. Sie verkaufte zehn Sorten Kuchen von Budeks Bauernhof und auch frisch gebackenes Brot und frische Brötchen von Dörrys aus Hornow. Auch Schmalz, Honig, Butter und Marmelade aus eigener Produktion von Budeks waren im Angebot. Die Hornower Produkte werden nur zum Bauernmarkt in Spremberg  angeboten. Seit 15 Jahren sind Budeks für ihren Blechkuchen auf dem Spremberger Markt bekannt. „Viele Kunden kommen wirklich nur Blechkuchen kaufen und schlendern gern einmal über den Markt. Ein kleines Obst- und Gemüseangebot haben wir auch dabei“, sagt Eva Metack.  Zu den Stammhändlern seit mehr als 20 Jahren beim Wochenmarkt dienstags und donnerstags gehört auf jeden Fall Birgit Heinze. Sie bietet frisches Obst und Gemüse an ihrem Stand an.

Marktleiter Reinhard Zelmer weiß genau, auf was es bei den Händlern auf diesen Märkten ankommt:  „Ein Händler sollte schon auf der Verkaufsebene Erfahrung haben, selbstständig arbeiten und Ausdauer mitbringen. Etwas verrückt muss er schon sein. Denn er muss jedem Wetter trotzen. Für Obst und Gemüse sind natürlich Temperaturen über 30 Grad nicht gut. Dann vertrocknet das Obst und Gemüse, so viel Schatten kann man dann nicht zaubern.“ Das Härteste, erinnert sich Zelmer, „das Härteste auf unserem Markt waren einmal Temperaturen bei minus 25 Grad, das war schon heftig.“

Bei angenehmen Temperaturen schlendert die Sprembergerin Petra Nowotnick am Samstag über den Bauernmarkt. Sie ist auch manchmal auf dem Wochenmarkt unterwegs. „Wenn ich samstags in der Stadt zu tun habe, wie heute, dann gehe ich auch mal über den Bauernmarkt. Dann schaue ich nach Backwaren, Pflanzen, Obst und Gemüse. Es ist eben alles frisch. Doch der Bauernmarkt müsste vielleicht noch etwas bekannter gemacht werden.“

„Es könnten natürlich hier zum Bauernmarkt mehr Händler sein. Ich schaue gern nach frischem Obst. Zum Wochenmarkt kaufe ich gern Fisch und Geflügel. Dabei trifft man noch viele Leute, da kann man auch gleich  ein Pläuschchen machen“, lobt Marktbesucherin Sabine Barthel.