Spremberger Bauunternehmen sollen bei Spremberger Bauvorhaben öfter zum Zuge kommen. Gerade jetzt in der Krise. Während der Baufachbereichsleiter Gerd Schmiedel die Kritik an der bisherigen Vergabepraxis der Verwaltung von sich weist, arbeitet Kerstin Schenker, die Justiziarin der Stadt, daran, die Vergaben besser sichtbar zu machen. Tatsächlich gibt auf der Internetseite der Stadt den Verweis auf Ausschreibungen und Vergaben. „Scharf“ geschaltet ist aktuell die Vergabe von Los 23 für die elektrischen Anlagen für den Umbau des Betriebshofes der Stadt in Industriegebiet Ost. Die Angebotsfrist endet am 1. November um 10 Uhr. Starten soll die Firma am 28. November.

Für Graustein wird ein Gastronom gesucht

Auch ein Interessenbekundungsverfahren läuft noch in Spremberg – und zwar für die Sportlerklause im Ortsteil Graustein. Hier gibt die Zentrale Vergabestelle der Stadt Gastronomen bis zum 30. November Zeit, ihr Interesse zu signalisieren.
Weitere Vergabeverfahren sind fürs vierte Quartal noch geplant. Für die Sanierung des Bürgerhauses sind es allein drei Lose: für Alufenster und Alutüren, fürs Dachdecken sowie für die Elektrotechnik und Sicherheitsanlage. Außerdem will die Stadt noch in diesem Jahr einen weiteren Abschnitt der Straßenbeleuchtung zur Umstellung auf LED und die Außenanlagen für die Kita „Grünschnäbel“ vergeben.

Bieter-Datei soll Verwaltung und Firmen entlasten

Seit beinahe zwei Jahren arbeitet die Vergabestelle an und mit einer Bieter-Datei. Auf ihr können sich Unternehmen listen lassen. Zumindest für beschränkte Ausschreibungen und Freihändige Verfahren kann die Stadtverwaltung auf diese Liste zurückgreifen. Die Eignung im Sinne des Vergaberechts muss nur einmal festgestellt und nicht bei jeder Vergabe vorgeschaltet werden. Im besten Fall bedeutet das weniger Arbeit für die Unternehmen als auch für die Verwaltung. Und kostenfrei sei die Aufnahme in die Bieter-Datei auch.
„Wir versuchen natürlich, Spremberger Firmen oder Firmen aus der Region zu beteiligen“, sagt Schmiedel. Auch bei den fünf Losen, die bisher für die Sanierung des Spremberger Bürgerhauses vergeben wurden, war das so. Aber nicht für alles gibt es Bauausführer in der Nähe. Ein Spremberger Unternehmen baut die Elektrotechnik im Bürgerhaus zurück, eine Peitzer Firma ist unter den ersten Auftragnehmern am Bürgerhaus, und die Baustellensicherer kommen aus Mittenwalde, das liegt immerhin noch im Landkreis Dahme-Spreewald.
Ergänzt werden die Informationen seit wenigen Wochen durch den Hinweis auf aktuelle Baumaßnahmen. Der Stand zu Hochbau, Tiefbau und Landschaftsbau wird da sogar mit Fotos dokumentiert. Aber das ist nicht nur interessant für Baufirmen, sondern auch für viele Bürger. Das Bürgerhaus ist dabei, die Schwimmhalle leider noch nicht.